Aufruf zur Vorabenddemo 2018: Den Kapitalismus überwinden! Für eine Welt jenseits von Rassismus, Krieg und Krise!

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Keine Besserung in Sicht
Die Krise des Kapitalismus ist längst chronisch geworden. Die Verheerungen marktradikaler Krisenlösungen haben nicht nur in den Ländern Südeuropas prekäre Lebensbedingungen zum Alltag gemacht. Auch in Deutschland gehören Leih- und Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot seit Jahren zum sozialpolitischen Normalzustand. Zugleich schickt sich die EU an, außenpolitisch ihre Machtposition zu stärken. Im Kontext internationaler Bündnisse sichert sie mit Kriegen, Interventionen und Embargos die Logistik des Kapitalismus und geopolitische Machtinteressen – am Horn von Afrika, in Mali und in Syrien. In der Migrationspolitik der EU ist ebenfalls eine Militarisierung auszumachen, die sich im Einsatz von Kriegsschiffen, Drohnen und der Aufrüstung der Grenzschutzagentur FRONTEX äußert – aber auch in den Bündnissen mit libyschen Milizen, afrikanischen Autokratien und der türkischen Diktatur. Die Antwort auf Migration in die EU wird nicht zuletzt rassistisch formuliert. Die Salonfähigkeit rechten Denkens durchzieht staatliche Politik in Ungarn, Polen oder Österreich, lässt auch die sog. etablierten Parteien in Deutschland rassistische Migrations- und Abschiebegesetze verabschieden, äußert sich in unzähligen Demonstrationen rechter Bewegungen und mündet in rechtem Terror. Diese Entwicklungen finden auf lokalen Maßstabsebenen ihren Niederschlag, so auch in Fürth. Nach Jahren neonazistischer Aktivitäten und Anschläge, versucht mit PEGIDA ein vergleichsweise neuer rechter Akteur in Fürth Fuß zu fassen. Selbst wenn die rechte „Sekte“ zahlenmäßig harmlos ist – die Wahlerfolge der AfD zeigen, dass auch in Fürth nicht nur Toleranz und Weltoffenheit herrschen. Gleichzeitig forciert die Stadtregierung eine neoliberale Politik, die die Stadt im unternehmerischen Wettbewerb erfolgreicher machen soll. Der „Standort Fürth“ wird attraktiv gemacht und produziert damit zugleich Wohnungsnot und den Ausschluss vom städtischen Leben.

Doch während sich die neoliberale Politik in Europa, Deutschland und in Fürth weiter verschärft, werden ihre Folgen immer von Protest und Widerstand begleitet. Im Rahmen der G20-Proteste trugen Zehntausende ihre Wut und Kritik am kapitalistischen System auf die Straße – Woche für Woche demonstrieren Antirassist*innen gegen Rechte und Neonazis, kämpfen gegen Zwangsräumungen, für bezahlbaren Wohnraum, bessere Lohnarbeitsverhältnisse und für feministische Perspektiven. All diese Kämpfe verdeutlichen die Notwendigkeit, die Kritik und den Widerstand gegen prekäre Lebensbedingungen, Abschottung und Krieg antikapitalistisch zuzuspitzen und nationalistisches, rassistisches und sexistisches Denken offensiv zu attackieren. Seit 2009 gibt uns dies den Anlass für die antikapitalistische Vorabenddemo zum 1. Mai, mit der wir abseits unserer alltäglichen Kritik und Praxis die Perspektive einer Welt der Freien und Gleichen stärken wollen.
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Veranstaltung zu Bürgerasyl

22.03.2018 | 19 Uhr | Villa Leon

Am 28.2. fand die erste Infoveranstaltung zum Thema Bürgerasyl in der Villa Leon statt.
Die Veranstaltung wurde zahlreich besucht und war geprägt von verschiedensten Diskussionsbeiträgen und Vorschlägen, die Idee des Bürgerasyls in Nürnberg und Fürth möglich zu machen.
Die nächste Veranstaltung findet am 22.03.2018 um 19 Uhr in der Villa Leon statt.

Presseberichte
Unterschlupf für Flüchtlinge in Privatwohnungen (Nordbayern.de, 02.03.2018)
Initiative bietet afghanischen Flüchtlingen Bürgerasyl (Bayerischer Rundfunk, 02.03.2018)
Bürgerasyl: Schutz für von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan (Freie-Radios.net, 01.03.2018)

Ludwig Erhard 1933-1945

9. März | 19:30 Uhr | Kulturort Badstraße 8 | Eintritt frei



Bevor demnächst das Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth eröffnet wird, gegen dessen Eröffnung auch wir protestieren werden, findet nächste Woche im Kulturort Badstraße 8 eine interessante Veranstaltung zu der Rolle Ludwig Erhards während des Nationalsozialismus statt.

Prof. Dr. Gerlach beleuchtete erstmals in den 1990er Jahren Erhards politische wie berufliche Rolle während des Nationalsozialismus. Dazu analysierte er die von Erhard verfassten Texte als volkwirtschaftlicher Berater, die er im Auftrag der Deutschen Reichsregierung erstellte. Sein Arbeitsschwerpunkt: die Annexion im osteuropäischem Raum, u.a. in enger Zusammenarbeit mit dem SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf, verantwortlich für die Ermordung von ca. 90.000 Menschen in den Ostgebieten. Erhard wurde als Berater in nahezu allen annektierten Gebieten tätig und erstellte Gutachten zum Aufbau der Wirtschaft. Dabei waren seine Vorschläge zur deutschen Expansionspolitik vergleichsweise pragmatisch. Im Gegensatz zur NS-Doktrin der sofortigen Vertreibung bzw. Ermordung der Bevölkerung schlug Erhard vor, die „rassistisch unterlegene“ Bevölkerung als „zunächst fortbestehende Notwendigkeit [zu sehen, um] sich der polnischen Elemente als Arbeitskräfte zu bedienen“. Prof. Gerlach präsentiert an diesem Abend seinen Forschungsstand, und steht anschließend zur Diskussion zur Verfügung.

Prof. Dr. Gerlach ist Buchautor und Historiker an der Universität Bern, u.a. mit dem Schwerpunkt NS-Wirtschaft- und Gewaltpolitik.

Veranstalter: Stadtratsfraktion B90/ Die Grünen (V.I.S.D.P), Die Linke Fürth, Fürther Bündnis gegen Rechts, Antifaschistische Linke Fürth (ALF), Fürther Sozialforum

Aktuelle Infos zu den Protesten gegen die Eröffnung des Ludwig-Erhard-Zentrum findet ihr hier oder auf unserer Facebookseite

Frauen* die kämpfen sind Frauen* die Leben – Aufruf zum 8. März 2018


08.03.18 | 16 Uhr | ZOB | Actionwalk
10.03.18 | 14 Uhr | Weißer Turm | Demo
10.03.18 | 20 Uhr | Desi | Frauen*Party

Der 8. März, der internationale Frauen*kampftag, steht weltweit als symbolischer Tag für die Gleichstellung von Frauen* und für den Kampf gegen patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und ungleiche Behandlung.
Im Jahr 1910 rief die Kommunistin und Frauen*rechtlerin Clara Zetkin dazu auf, jährlich einen internationalen Frauen*kampftag durchzuführen. Weltweit gehen Millionen Menschen jedes Jahr auf die Straße im Kampf gegen Patriarchat, Kapitalismus und Imperialismus.
Wir fordern, endgültig Schluss zu machen mit struktureller Unterdrückung und sexualisierter Gewalt. Schluss zu machen mit ökonomischer Ausbeutung und patriarchalen Rollenbildern. Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen frei über ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Körper entscheiden können. (mehr…)

PEGIDA stoppen!

Freitag, 23. Februar 2018 | 18.30 Uhr | Obstmarkt, Fürth Rathaus

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als ‚besorgte Bürger‘ aus der ‚Mitte der Gesellschaft‘. Doch auch wenn das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen mit ihren Auftritten in erster Linie Nerven strapaziert, geht dennoch eine Gefahr von ihnen aus. PEGIDA, AfD und Konsorten vermögen es mit rassistischer Wir-gegen-Sie Rhetorik und der nationalistischen Inszenierung einer deutschen Kultur, die es angeblich zu verteidigen gilt, mediale und politische Wirkung zu erzielen. Rassismus und Nationalismus werden dabei als Lösung für gesellschaftliche Missstände propagiert. Dass diese die Spaltung der Gesellschaft verstärken und die erkämpften Rechte der letzten Generationen auffressen, wird außer Acht gelassen. Eine Kampfansage an Rassismus, Nationalismus und die unsoziale Politik der bürgerlichen Parteien ist bitter nötig. Nur gemeinsam können wir der Hetze entgegentreten und Freiheiten sichern und erkämpfen. Dabei gilt es Grenzen zu überwinden, statt diese zu schaffen. Wir müssen uns organisieren, diskutieren und handeln, um eine Welt jenseits des Kapitalismus zu schaffen. Ob ‚besorgtes Bürgertum‘, rechte Politiker*innen oder Rassist*innen der sogenannten Mitte der Gesellschaft – unsere Antwort heißt: Solidarität statt rechter Hetze.

Fight back! Kommt alle am 23. Februar auf die Straße und protestiert mit uns gegen PEGIDA!

Kundgebung: NOT SAFE! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Montag, 19.02. | 17 Uhr | Karl-Bröger-Zentrum | Karl-Bröger-Straße 9 Nürnberg

Am kommenden Dienstag, den 20. Februar soll die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan stattfinden. Das ist der 10. Abschiebecharter der Bundesregierung nach Afghanistan seit Dezember 2016. Seither wurden 174 Menschen in das von Krieg und Anschlägen geprägte Land gezwungen. Bayern schob dabei mit Abstand am meisten Menschen nach Afghanistan ab.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich hier viele Menschen an den Protesten gegen die Abschiebungen beteiligen und sich solidarisch mit den Betroffenen verhalten. Dank guter Netzwerke und breiten, solidarischen Handelns konnten viele Menschen, die von Abschiebung bedroht waren, gewarnt werden und ihrer eigenen Abschiebung entgegenwirken. Machen wir weiter, bis gar niemand mehr abgeschoben wird!

Kommt am Montag um 17 Uhr zum Karl-Bröger-Haus und demonstriert mit uns gegen die tödliche Abschiebepolitik der Bundesregierung!

Afghanistan ist kein sicheres Land – Wer abschiebt setzt Menschenleben aufs Spiel!

Offene Antira AG der Interventionischen Linken
Nürnberg & Antifaschistische Linke Fürth

Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Frau Mayer und Herr Özdemir geben Asyl – du auch?
Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Mittwoch, 28. Februar 2018 um 19 Uhr in der Villa Leon, Kleiner Saal (Phillip-Körber-Weg 1, Nürnberg)

„Wir werden von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren. Das heißt, wir werden Platz machen in unseren Wohnungen und notfalls die Menschen verstecken, die in Krieg und Verfolgung zurückgeschickt werden sollen.“
Das erklärten im letzten Frühjahr 60 Menschen in Hanau bei Frankfurt.
Seit dem Aufruf aus Hanau geistert der Begriff „Bürgerasyl“ durch Helferkreise und durch die antirassistischen Initiativen, er spukt durch die Köpfe von engagierten Sozialarbeiterinnen und Lehrern. Und er wirft einen Menge Fragen auf:
- Was ist Bürgerasyl?
- Können wir Bürgerasyl auch hier in Nürnberg und der Region einführen?
- Was muss ich wissen, wenn ich Bürgerasyl gewähren möchte?
- Wie sinnvoll ist es, Geflüchteten Schutz in der eigenen Wohnung anzubieten?
- Ist Bürgerasyl eigentlich verboten?

Bei der Veranstaltung wollen wir diese Fragen mit euch diskutieren. Außerdem wird Hagen Kopp das Konzept Bürgerasyl vorstellen und von Erfahrungen mit dem Bürgerasyl in Hanau berichten.

Initiative Bürgerasyl Nürnberg Fürth

Lesung: „Gebt ihnen einen Namen – Widerstand und politische Verfolgung in Fürth 1933 – 1945“

Mit zahlreichen Biografien beschreibt der Autor Siegfried Imholz in seinem neu erschienenen Buch den Widerstand und die politische Verfolgung der Arbeiterbewegung in Fürth während des Nationalsozialismus. Die meisten der Frauen und Männer, die sich der Nazi-Babarei seit 1933 widersetzt haben, sind bis heute unbekannt. Ihre Taten wurden verschwiegen und vergessen, weil sie die Entlastungslegenden der Mehrheit, man habe nichts gewusst und nichts tun können, widerlegen.

Lesung mit Siegfried Imholz
02.02.2018 | 19:00 Uhr
Infoladen Benario | Nürnberger Str. 82, Fürth

Oury Jalloh – Das war Mord!

Am 7. Januar 2005 verbrannte der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh in einer Zelle der Polizeidienststelle Dessau. Während vor allem Polizei und Staatsanwaltschaft sich sehr darum bemühten das ganze als Selbstmord darzustellen, gab es schnell in Teilen der Gesellschaft Zweifel an dieser Version.
Obwohl das Bündnis Initiative in Gedenken an Oury Jalloh immer wieder Gutachten vorlegte, die die Selbstmordthese widerlegten, weigerte sich die Justiz diese in das Verfahren mit einzubeziehen. Neue Erkenntnisse zeigen nun, dass Polizisten wohl jahrelang versuchten einen Mord zu vertuschen.

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Familien Zusammenführen! Kundgebung in Nürnberg

Flüchtlinge müssen mit ihren Familien zusammen leben dürfen! Die Aussetzung des Familiennachzugs muss aufgehoben werden!

Kundgebung am Samstag, den 16.12.2017 um 15.00 Uhr am Weißen Turm in Nürnberg

Wir protestieren dagegen, dass die deutsche Regierung die Familienzusammenführung für Geflüchtete schwer und manchmal unmöglich macht. Viele Geflüchtete in Deutschland leiden darunter, dass sie von ihren Familienangehörigen getrennt leben. Oft leben Eltern, Geschwister, der Partner oder die Partnerin, die Kinder, Freunde und Freundinnen oder andere enge Bezugspersonen noch im Herkunft sland. Sie haben keine Möglichkeit nachzukommen oder sind auf der Flucht.
Die Geflüchteten, die schon hier in Deutschland leben machen sich Sorgen, wie es ihren Angehörigen geht, besonders wenn diese sich in Kriegsgebieten oder auf der Flucht befi nden oder ihnen lebensnotwendige Versorgung fehlt. Minderjährige sind ohne ihre Eltern hier. Mütter und Väter ohne ihre Kinder, Männer und Frauen ohne ihre Partner oder Partnerinnen.

Die deutsche Regierung verhindert das Zusammenkommen geflüchteter Familien systematisch mit rassistischen Gesetzen, obwohl das Recht auf Familie ein Menschenrecht ist, das im Grundgesetz verankert ist. Angehörige nachzuholen ist an viele Bedingungen geknüpft , wie zum Beispiel einen dauerhaft en Aufenthalt und Wohnraum. Für viele Geflüchtete, die ab dem Jahr 2016 angekommen sind, wurde außerdem die Möglichkeit ihre Familienangehörigen nachzuholen bis März 2018 ausgesetzt.
Wir Protestieren dagegen! Wir werden nicht akzeptieren, dass die deutsche Regierung Menschen daran hindert, mit ihren Angehörigen zusammen zu leben, anstatt Ehe und Familie zu schützen, wie es im Grundgesetz steht. Wir fordern eine unbürokratische und schnelle Möglichkeit Angehörige nachzuholen.

Samstag, 16.12.2017 | 15.00 Uhr | Weißer Turm
Kundgebung zum Familiennachzug

Kommt, wenn ihr mit uns protestieren wollt!
Fluchtursachen bekämpfen!
Refugees welcome!
Kein Mensch ist illgeal – Bleiberecht überall!

Veranstaltung: Novemberrevolution in Fürth

24. November 2017, 19 Uhr
Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90762 Fürth (U-Bahn Station Jakobinenstraße)

„Heute morgen wurde in der Stadt ein Aufruf angeschlagen, wonach in der vergangenen Nacht die gesamte Militär- und Zivilverwaltung, sowie Post, Telephon und Telegraph, Bahnhof, Rathaus und sonstige öffentliche Ämter in die Hände des Arbeiter- und Soldatenrats übergegangen seien.“ Fürther Nachrichten, 9.11.1918

Wie in vielen anderen Städten Deutschlands übernahmen auch in Fürth die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht am 9. November 1918. Sie läuteten damit das Ende des ersten Weltkriegs ein und legten den Grundstein für die Gründung einer Räterepublik.

Was gab es für Aktionen und Organisationen damals in Fürth?
Wie schaffte es die Arbeiterbewegung an Stärke zu gewinnen?
Und was wurde nach dem November 1918 daraus?

Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist eine Geschichte von Kämpfen.
Die Verbesserung der Lebensverhältnisse und die Rechte für die tausende damals auf die Straßen gingen, sind heute wieder Angriffen ausgesetzt, gegen die wir uns wehren müssen. 99 Jahre nach der Novemberrevolution wollen wir uns einen Abend lang mit diesem Abschnitt der Geschichte der Arbeiterbewegung, unserer Geschichte beschäftigen.

Ein Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) in Kooperation mit der DKP Ortsgruppe Fürth

Kundgebung: Not Safe! – Keine Abschiebung nach Afghanistan!

Montag, 22.01. | 18 Uhr | Dreihherenbrunnen Fürth (Fußgängerzone)

Am Dienstag, den 23. Januar wird es eine weitere Sammelabschiebung nach Afghanistan geben. Das ist die neunte Sammelabschiebung der Bundesregierung nach Afghanistan seit Dezember 2016. Aus diesen Grund rufen die Antifaschistische Linke Fürth und die Interventionistische Linke Nürnberg zu einer Kundgebung am Montag, den 22. Januar um 18.00 Uhr auf. Diese findet am in der Fußgängerzone in Fürth, am Dreiherrenbrunnen statt.
Seit im Dezember 2016 erstmals Sammelabschiebungen nach Afghanistan durchgeführt wurden, zeigt sich Bayern als bisher abschiebefreudigstes Bundesland. Die Bundesregierung plant nun für kommenden Dienstag eine erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan. Gerade auch angesichts der zahlreichen Anschläge in Afghanistan, bei denen hunderte Menschen getötet wurden, ein zutiefst menschenverachtendes Vorhaben.

„Afghanistan ist kein sicheres Land – Wer abschiebt setzt Menschenleben aufs Spiel! Wir fordern daher keine Abschiebungen nach Afghanistan – auch nicht in Bayern“, so eine Sprecherin der Interventionistischen Linken Nürnberg.

„Afghanistan ist nicht sicher: Selbst das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen dorthin. Der UNHCR verweist darauf, dass sich die bewaffneten Konflikte im Land immer weiter zuspitzen. Jetzt erneut eine Sammelabschiebung durchführen zu wollen, ist nicht nur zynisch sondern zutiefst menschenverachtend. Wir sagen daher deutlich: Keine Abschiebungen nirgendwo hin! Ein dauerhaftes Bleiberecht für alle!“ so ein Sprecher der Antifaschistischen Linken Fürth.

Kommt also am Montag vorbei und demonstriert mit uns gegen die tödliche Abschiebepolitik der Bundesregierung!
Infos vom Bayerischen Flüchtlingsrat: Hier

Betroffen sind Wenige, doch gemeint sind wir alle!

In letzter Zeit kommt es in Fürth, Nürnberg, ganz Deutschland zu immer mehr Repression gegen linke Aktivist*innen. Sei es während Aufmärschen des örtlichen Pegida Ablegers, bei dem ein Antifaschist erst mit Pfefferspray angegriffen und festgenommen wurde und im Anschluss horrende Summen zahlen muss. Sei es in Nürnberg, wo ein Genosse seit Monaten in Untersuchungshaft ist, weil er sich solidarisch mit einem Schüler zeigte, der abgeschoben werden sollte. Oder sei es während des G20 Gipfels in Hamburg, wo im vornherein ganze Demonstrationenen kriminalisiert werden.

Deswegen ist umso wichtiger, sich gemeinsam gegen diese Schikanen zu wehren. Deshalb gibt es in nächster Zeit in der Region einige Termine, in Solidarität mit allen von Repression Betroffenen:

20.10 | 19 Uhr | Filmabend mit Soli-Cocktails im Infoladen Benario. Es wird gezeigt: „Der Staat gegen Fritz Bauer“

27.10 | 17 Uhr | Veit-Stoß-Park | Demonstration des Bündnisses Widerstand Mai31 mit anschließendem Soli-Konzert im K4

Auch wir möchten uns mit dem in U-Haft sitzenden Genossen solidarisieren und ihm Grüße und Kraft schicken!