Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe'

Aktionen gegen die AfD in Fürth: Solidarität statt rechter Hetze. Fight Back. AfD stoppen!

Auf die Straße gegen Rassismus, Nationalismus, Autoritarismus und Wirtschaftsliberalismus!
Die AfD im Wahlkampf stören!
Achtet auf Ankündigungen auf www.alf.blogsport.de und Facebook!
Kommt in den Infoladen Benario. Nürnberger Str. 82. Fürth.

Am 09. September: Auf die Straße gegen die AfD in Nürnberg.
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als kleine Gruppe von Kämpfer*innen gegen den Rest der Welt. Das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen rund um den in Dambach lebenden Gernot Tegetmeyer erscheint dabei meist als lächerlich. Doch auch wenn ihre Auftritte für den Großteil der Fürther Bevölkerung – vor allem aufgrund der großräumigen Absperrungen der Polizei – in erster Linie nervig sind, eine Gefahr geht dennoch von ihnen aus.

Das Phänomen PEGIDA inszenierte sich erstmals als rassistische Reaktion auf Geflüchtete. Bundesweit ging die Gründung lokaler Ableger mit einem massiven Anstieg von Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte einher. Auch wenn die PEGIDA-Demonstrant*innen als „besorgte Bürger“ aus der Mitte der Gesellschaft dargestellt wurden und werden – diese angebliche Mitte bereitet den Boden für faschistische Ideologien, ein Teil von ihnen schreitet selbst zur Tat, ein Teil applaudiert.

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt den als parteiförmigen Auswuchs dieser rassistischen Hetze dar. Einerseits vermag es die AfD mit kalkulierten Provokationen, die etablierten Parteien weiter nach rechts zu drängen. Andererseits bedienen sich diese der neuen Partei von Rechts, um eigene rassistische und völkisch-nationalistische Inhalte zu platzieren. Die Politik von CSU (sog. Integrationsgesetz) und großer Koalition (Asylrechtsverschärfungen) sprechen Bände.
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09. September 2017: Demonstration „Unsere Wahl: Soziale Revolution“

Gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck – Keine Wahlkampfveranstaltung der AfD!
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz, Nürnberg


Antifaschistische Wahlzeitung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg (AAB)

Weitere Infos auf redside.tk

Der Aufruf zur Demonstration:

Unsere Wahl: Soziale Revolution! – gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck!
Am 9. September auf die Straße gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in der Nürnberger Meistersingerhalle!
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Auf zu G20 – Veranstaltung und Aktionstag

23. Juni | 20:00 Uhr | Infoladen Benario

Mobiveranstaltung zum G20 Gipfel:
An diesem Abend soll für alle, die interessiert sind nach Hamburg zu fahren ein Überblick über die verschiedenen Aktionen, die Camps und die Anfahrt geschaffen werden.
Außerdem werden zwei Genoss*innen, die sich mit ihren Gruppen in bundesweiten Bündnissen einbringen über ihre Mobilisation und ihren Aktionsschwerpunkt sprechen.
Im Nachhinein werden auch Karten für den Bus, der am Donnerstag, den 6.7. um 6:00 Uhr nach Hamburg fährt, erhältlich sein.

24. Juni |ab 10:30 | Dreiherrenbrunnen, Füßgängerzone Fürth

Auftakt zum regionalen Aktionstag:
Im Rahmen des regionalen Bündnis gegen den G20 Gipfel wird in Fürth der Auftakt zu einem regionalen Aktionstag stattfinden. Dabei erwarten euch neben einem Infostand, interessante Reden und aktuellste Neuigkeiten zu den Protesten gegen den G20 Gipfel.
Danach wird es weiter zum Weißen Turm nach Nürnberg gehen, wo euch auch die ein oder andere spannende Aktion erwartet.

Aktuellste Infos zum G20 Gipfel:
Auch auf unserer Seite versuchen wir immer die aktuellsten Infos zu allem rund um den G20 Gipfel bereitzustellen.
--> Alle Infos

Die Stadt von morgen liegt auf der Straße

Recht auf Stadt Gentrification, die Inwertsetzung bisher preiswerter Wohnviertel hat sich zu einem ständigen Begleiter städtischer Veränderungen entwickelt. Weltweit lösen die damit einhergehenden Verdrängungsprozesse Protestmobilisierungen aus, in denen es oft um mehr geht, als um das Recht auf eine Wohnung. Im Vortrag werden aktuelle Tendenzen der Gentrification und die damit einhergehenden Konflikte in den Städten vorgestellt.

Aufwertungsprozesse finden auch in Fürth statt und es gibt zahlreiche Orte in der Stadt, die symbolisch für die wohnungs- und stadtpolitischen Missstände stehen.

Samstag, 20.05. | 19:30 Uhr | Babylon Kino, Fürth
Ein Vortrag von Andrej Holm zu neoliberaler Stadtentwicklung und dem Recht auf Stadt
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Nachtrag zur Warm-up Demo // Auf die Straße gegen PEGIDA und die AfD

Für eine radikal andere Stadtpolitik, für einen offensiven Antifaschismus gegen die AfD und Konsorten – Ein Recht auf Stadt erkämpfen – Rassismus angreifen!

Warm-up Demo zum 1. Mai 2017

Mit der Warm-up Demo zum 1. Mai 2017 haben wir ein schönes, lautes und energisches Zeichen gegen Verdrängung, Aufwertung, Ausschluss und neoliberale Stadtpolitik gesetzt. An verschiedenen Stationen haben wir exemplarisch Missstände aufgezeigt (Inhalte siehe unten). Perspektiven einer radikal anderen Stadtpolitik zeigt auch Andrej Holm auf, der am 20.05.2017 in Fürth sein wird:
- Diskussion/Vortrag: Die Stadt von morgen liegt auf der Straße. Ein Vortrag von Andrej Holm zu neoliberaler Stadtentwicklung und dem Recht auf Stadt. 19:30. Babylon Kino.

Nicht nur der peinliche „Besuch“ des PEGIDA-Rassisten Tegetmeyer macht aber deutlich, wie wichtig gleichzeitig ein konsequentes Vorgehen gegen den Rassismus und Nationalismus von PEGIDA, AfD und Co. ist. Die Gelegenheit dazu ergibt sich schon am Wochenende:
- Freitag, 05.05.: PEGIDA am Obstmarkt (Fü Rathaus) stoppen. 18:30.
- Samstag, 06.05.: AfD-Infostand in der Fußgängerzone besuchen. Ab 10:00.

Reden der Demo: Infos zu und Kritik an Neuer Mitte, Obdachlosigkeit, Ludwig-Erhard-Haus, Stadtpolitik, Wohnungsmarkt und AfD
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29. April: Ein Recht auf Stadt erkämpfen --- Rassismus angreifen

Warm-up Demo zum 1. Mai 2017
29. April 2017 | 16:00 | Kleine Freiheit. Fürth

Den Slogan „Recht auf Stadt“ wollen wir aufgreifen und auch in Fürth eine Diskussion über städtisches Leben und Wohnen anstoßen, die über das Bisherige hinaus geht. Mit der Demonstration wollen wir zeigen, dass auch Fürth keine heile Welt ist und Orte aufsuchen, die symbolisch für die wohnungs- und stadtpolitischen Missstände stehen: Aufwertungsprozesse finden auch in Fürth statt. In der Folge steigen die Mieten, gleichzeitig nimmt die Zahl von Strom- und Gassperrungen, Wohnungsräumungen und Obdachlosen zu. Die Stadt befeuert Aufwertungsprozesse mit Großprojekten (Ludwig Erhard Haus) und -veranstaltungen. Außerdem schafft sie die Rahmenbedingungen, die diese Entwicklungen ermöglichen. Rechte Gruppen und die AfD hetzen derweil gegen Geflüchtete und machen sie mitverantwortlich für die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Dem wollen wir eine antifaschistische und antikapitalistische Praxis entgegenstellen, die entschlossen und offensiv gegen rechte Hetze und Gewalt vorgeht – und gleichzeitig für eine Vergesellschaftung von Wohnraum und für ein Recht auf Stadt kämpft!

Warm-up Demo01

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18. Februar: Keinen Meter dem „III. Weg“!

Kein Fußbreit den Faschisten in Würzburg!
Sonntag, 18. Februar 2017 | 13.30 Uhr | Würzburg, Marktplatz

Aufruf der AJA Nürnberg: Für den 18. Februar mobilisiert die Nazipartei „Der III. Weg“ bundesweit zu einem „Gedenkmarsch“ nach Würzburg. Dieser soll anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13.02.1945 in Zukunft jährlich stattfinden. Gewohnt widerlich versucht die Nachfolgeorganisation des verbotenen Freien Netz Süd (FNS) hierbei an den Opfermythos eines unschuldigen Nazi-Deutschlands anzuknüpfen. Sie propagieren dabei falsche Todeszahlen und verwenden den abscheulichen Begriff des „Bombenholocaust“. Dieser Geschichtsrevisionismus setzt die industrielle Tötung von sechs Millionen Menschen gleich mit Kriegshandlungen, die das Ziel hatten den deutschen Faschismus zu beenden. Genauso wie Dresden war auch Würzburg keine unschuldige Stadt.

Solche „Gedenkmärsche“ der Nazis kennen wir bereits beispielsweise aus Dresden und Magdeburg. In Dresden versammelten sich früher zu diesem Anlass bis zu 5.000 Nazis. Dass dem nicht mehr so ist, ist auf andauerndes antifaschistisches und radikales Engagement und Blockaden zurückzuführen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der diesjährige Aufmarsch für die Nazis zum Erfolg wird. Denn der „III. Weg“ ist brandgefährlich. Sie beziehen sich ideologisch direkt auf den historischen Nationalsozialismus. Antisemitismus und Rassismus sind zentral für ihre Hetze. Gerade jetzt wo rechten Stammtischparolen täglich Taten folgen, dürfen wir den Nazis keinen Raum für eine Machtdemonstration geben.

Die AJA Nürnberg ruft zu Zugtreffpunkten aus der Region auf, um gemeinsam nach Würzburg zu fahren
11.30 Uhr: Nürnberg Hbf, Mittelhalle
10.45 Uhr: Erlangen Hbf

Weitere Infos:
AJA Nürnberg
Würzburg lebt Respekt – Kein Platz für Rassismus

Am 10. Februar: Gemeinsam gegen Pegida – Gemeinsam für eine offene Gesellschaft

Wir schließen uns dem Aufruf des Fürther Bündnis gegen Rechts an und rufen für Freitag zu Protesten gegen Pegida in Fürth auf!
Freitag, 10. Februar | 18.30 Uhr | Fürth, Rathaus | Kundgebung gegen den rassistischen Pegida-Aufmarsch

Im Anschluss unter anderem: Veranstaltung und Diskussion zur NATO-Sicherheitskonferenz in München im Infoladen Benario

Internationale Solidarität statt Nationalismus!

Am 10.02. wird es wieder mitten in Fürth einen Pegida Aufmarsch geben. Durch die Politik von US-Präsident Trump, fühlen sich die Rassisten auch hier im Aufwind. Jeden Tag aufs Neue macht dieser deutlich, dass es sich bei seinem rassistischen und chauvinistischen Wahlkampf nicht um leere Ankündigungen gehandelt hat. Dort gibt es nun immer neue rassistische Dekrete, wie die Mauer zwischen USA und Mexiko um die Einreise von lateinamerikanischen Migranten zu verhindern oder das Einreiseverbot für Muslime aus sieben Ländern. Von hiesigen Neonazis und Rassisten gibt es dafür Applaus.

Diese Dekrete werden von regierenden Politikern aus Europa und Deutschland zurecht als rassistisch kritisiert. Solange die gleichen Politiker jedoch anstatt die Fluchtursachen zu bekämpfen, die EU immer weiter zur Festung Europa ausbauen und viele europäische Staaten – auch Deutschland – ihr Asylrecht fast zur Unkenntlichkeit verstümmeln ist diese Kritik scheinheilig. Für Flüchtlinge die hier Schutz vor Verfolgung suchen, sind die europäischen Außengrenzen kaum mehr zu überwinden. Das Mittelmeer ist hier die „natürliche“ Mauer und gleichzeitig ein Massengrab geworden. Über 5.000 Menschen sind im vergangenen Jahr bei dem Versuch ums Leben gekommen, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Ein gesetzliches Einreiseverbot wie in den USA braucht es gar nicht – das ist hier in der Realität schon längst vorhanden.

Ist dies schon schlimm genug, finden parallel seit einigen Wochen Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan statt. Ungeachtet dessen, dass sich in dem Land täglich militärische Auseinandersetzungen und Bombenanschläge auf Zivilisten mit mehreren Toten ereignen, erklärte die Bundesregierung einige Regionen Afghanistans als sicher. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verteidigt diese todbringende Entscheidung mit den zynischen Worten: „Wir muten unseren eigenen Soldaten zu, dort im Einsatz zu sein, dann ist es auch zumutbar, dass Menschen in ihre Heimat dorthin zurückkehren.“

Dies alles sind für uns gute Gründe nicht nur auf den Rassismus in den USA zu schimpfen, sondern hier vor Ort gegen rassistische Gesetze, Abschiebepraktiken und einen gesellschaftlichen Rechtsruck aktiv zu werden. Am 10. Februar wollen wir gegen einen erneuten Aufmarsch der Rassisten von Pegida in Fürth demonstrieren. Wir wollen keine Ausgrenzung von Minderheiten, Flüchtlingen und Andersdenkenden. Wir wollen dieser menschenverachtenden Propaganda in Fürth keinen Platz geben. Gemeinsam mit Geflüchteten wollen wir ein Zeichen gegen die Abschottung unsere Gesellschaft und die quasi-Abschaffung des Asylrechts setzen. Wir halten der zunehmenden nationalistischen Stimmung unsere internationale Solidarität entgegen. Diese kann keine Frage der Hautfarbe, Sexualität oder des Geschlechts sein! „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dieses Grundrecht gilt es zu verteidigen!

Und danach:
Ab 19.30 Uhr Königstr. vor dem Eine-Welt-Laden: Begegnungscafe/Kundgebung
Ab 20.00 Uhr im Infoladen Benario: Veranstaltung zu den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz

Veranstaltung: Schweden zwischen „Wohlfahrtsstaat“ und der kapitalistischen Verelendung in der Gegenwart

Veranstaltung & Diskussion
Freitag, 03. Februar 2017 – 20:00 – Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90763 Fürth

Antifa SchwedenSchweden gilt auch heutzutage oft als ein fortschrittliches und tolerantes Land mit hohen Lebensstandards, sozialer Sicherheit und einem starken Wohlfahrtsstaat. Mag dies in den 60er und 70er Jahren gestimmt haben, so hat sich die Situation weiter Teile der Bevölkerung in Schweden drastisch verändert. Sozialer Kahlschlag und die Verschlechterung im Gesundheits- und Bildungssystem sind spürbar im kapitalistischen Alltag. Reaktionäre Kräfte nutzen die Verelendung der Menschen und breiten sich aus. Gleichzeitig sind linke Bewegungen gelähmt und scheinbar ohne Antworten. Trotzdem lohnt es sich die Geschichte der schwedischen Kämpfe für eine bessere Gesellschaft näher zu betrachten. Außerdem wird im Vortrag die aktuelle, politische Gemengelage näher beleuchtet.

NOV25: Rechts der CSU ist nur die Wand – Stoppt das Ausgrenzungsgesetz

fight racismDie CSU hat den Vorschlag für ein bayerisches Integrationsgesetz in den Bayerischen Landtag eingebracht. Das Gesetz soll alle in Bayern lebenden Menschen der sogenannten „deutschen Leitkultur“ verpflichten. Zusätzlich enthält der Gesetzesentwurf neue rassistischen Sonderverordnungen, Passagen die an die Rassenlehre erinnern und einen Ausbau von Repressionsinstrumenten. Im Vortrag geht es um den Inhalt des Gesetzes, die Folgen für uns Alle sowie um die politischen Hintergründe. Weiter wollen wir auf das im August diesen Jahres stattgefundene „Solidarity 4 All“-Camp zurückblicken. Außerdem möchten wir mit euch diskutieren, wie wir gemeinsam das Gesetz stoppen und Widerstand gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck organisieren können.

Freitag, 25. November | 19.00 Uhr | Infoladen Benario (Nürnbergerstr. 82, Fürth)

NOV30: Rückkehr nach Reims. Klasse, Scham und die Linken.

FotoKaum ein Buch hat in diesem Jahr so viel Aufmerksamkeit erregt wie Didier Eribons «Rückkehr nach Reims». Angesichts der Wahlerfolge rechtspopulistischer Partien in vielen Ländern Europas trifft es den Nerv der Zeit: Warum wählen gerade die «Abgehängten», oft ehemals linke Stammwähler*innen, die Rechten? Eribons These ist schmerzlich: Die Linke habe sich abgewendet von der Klassenfrage und von den Arbeiter*innen selbst – und damit den Aufstieg der Rechten möglich gemacht.Diese Entfremdung zeichnet Eribon in der eigenen Biographie nach: Bildungsaufstieg und schwule Emanzipation waren ihm nur durch die Verleugnung seiner Klassenherkunft möglich. Er lenkt dabei den Blick auf die Wirkmächtigkeit sozialer Scham und die Widersprüche der Selbstbehauptung.

Die Veranstaltung wird im LIVESTREAM übertragen.
Mittwoch, 30. November | 19.00 Uhr | Infoladen Benario (Nürnbergerstr. 82, Fürth)

1. MAI: RASSISMUS ENTGEGENTRETEN! FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT!

HERAUS ZUM REVOLUTIONÄREN 1.MAI!
Demonstration | 1. Mai | 10:00 | Sozialrathaus, Fürth
Anschließend | Gemeinsame Fahrt nach Nürnberg | Revolutionäre 1. Mai-Demonstration

1.Mai 2016Seit geraumer Zeit häufen sich in Deutschland täglich Attacken auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. So kam es in den ersten drei Monaten diesen Jahres zu über 200 rassistischen Angriffen. Das ist das sichtbare Ergebnis eines massiven Rechtsrucks in Deutschland. Auf Straßengewalt von RassistInnen und Nazis reagiert der deutsche Staat mit massiven Asylrechtsverschärfungen – die Festung Europa wird immer weiter ausgebaut. Gleichzeitig läuft weltweit die kapitalistische Ausbeutungen von Ressourcen, der Landraub und imperialistische Erschließungen neuer Märkte weiter auf Hochtouren. Daneben formieren sich immer neue terroristische Organisationen, wie der IS, die Menschen durch ihre Taten zur Flucht zwingen. Während Rassismus, Gewalt und Angst immer offener zutage treten, engagieren sich gleichzeitig so viele Menschen, wie nie zuvor für Geflüchtete. Neben humanitärer Hilfe, formiert sich vielerorts auch politischer Widerstand gegen Rassismus und Nationalismus und für eine solidarische Gesellschaft.
Nun ist der 1. Mai für uns ein Tag, an dem wir ein Zeichen setzen wollen: Für einen Abriss der Festung Europa und gegen nationalistische Stimmungsmache. Gegen imperialistische und terroristische Kriege und für eine Welt der Freien und Gleichen. Gegen rassistische Angriffe und Mobilmachungen und für ein Leben ohne Angst. Für einen gemeinsamen Kampf gegen den kapitalistischen Normalzustand, geprägt von Überwachung, Gewalt und Arbeit. …denn eine befreite Gesellschaft ist nur grenzüberschreitend und solidarisch möglich!

Heraus zum revolutionären 1. Mai 2016 in Nürnberg!

1.Mai – ein Tag – tausend Gründe für Wider- stand…

Zwischen 50 und 90 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Die meisten davon flüchten vor den Folgen der Politik der imperialistischen Staaten in Länder, in denen die Widersprüche selbst immer schärfer werden. Ein gigantischer Niedriglohnsektor und eine Arbeitsrealität, die vor allem durch die Motoren Angst und Konkurrenz am Laufen gehalten wird, ist für zahlreiche Menschen hier Realität und erwartet auch die Flüchtenden am Ende ihrer Odyssee. Die ideologische Brandstifteier der bürgerlichen Kräfte kanalisiert die aus dieser Ausbeutung und Unterdrückung entstehenden Ängste in rassistische Ressentiments.

Der Staat ist maßgeblicher Teil dieser Entwicklung. Der Gesetzgeber schürt Ängste, um sie später aufgreifen zu können: Mit der rassistischen Asylgesetzgebung, wie z.B. der Aussetzung des Familiennachzugs und anderen Ausgrenzungsmechanismen, werden in einem Tempo Fakten geschaffen, wie es sich Pegida & Co nur wünschen können. Instrumentalisiert wird, was instrumentalisierbar ist: die menschenverachtenden Attentate in Paris ebenso, wie die massenhaften sexistischen Übergriffe an Silvester in Köln. Reaktionäre VorkämpferInnen der patriarchal geprägten Geschlechter- und Rollenverhältnisse inszenieren sich als FeministInnen, jetzt wo Sexismus nur als Problem der vermeintlich kulturell rückständigen Einwanderer dargestellt wird.
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