Archiv der Kategorie 'Antirassismus'

Veranstaltung: Schweden zwischen „Wohlfahrtsstaat“ und der kapitalistischen Verelendung in der Gegenwart

Veranstaltung & Diskussion
Freitag, 03. Februar 2017 – 20:00 – Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90763 Fürth

Antifa SchwedenSchweden gilt auch heutzutage oft als ein fortschrittliches und tolerantes Land mit hohen Lebensstandards, sozialer Sicherheit und einem starken Wohlfahrtsstaat. Mag dies in den 60er und 70er Jahren gestimmt haben, so hat sich die Situation weiter Teile der Bevölkerung in Schweden drastisch verändert. Sozialer Kahlschlag und die Verschlechterung im Gesundheits- und Bildungssystem sind spürbar im kapitalistischen Alltag. Reaktionäre Kräfte nutzen die Verelendung der Menschen und breiten sich aus. Gleichzeitig sind linke Bewegungen gelähmt und scheinbar ohne Antworten. Trotzdem lohnt es sich die Geschichte der schwedischen Kämpfe für eine bessere Gesellschaft näher zu betrachten. Außerdem wird im Vortrag die aktuelle, politische Gemengelage näher beleuchtet.

NOV18: Von wegen sicher. Das Konzept der “sicheren Herkunftsstaaten” in der Kritik

Zur Menschenrechtssituation in den vermeintlich sicheren Herkunftsstaaten auf dem Balkan
Diskussion/Vortrag | Freitag, 18. November | 19.00 Uhr | Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg

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Nachdem Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt haben, werden nicht nur AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter
Klasse behandelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern (Manching & Bamberg) untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und ohne
Taschengeld. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für über 20.000 Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben. Abschiebungen nehmen in den vergangenen Monaten dramatisch zu.

Die Abgeschobenen erwartet im Kosovo oder Serbien eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

Tamara Bakovic-Jadzic (Medienportal Masina, Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije) wird über die Perspektive aus der Balkanregion bzw. Serbien und der Situation von Roma dort berichten. Nadia Wehrle (Madhouse München) spricht über die Solidaritätsarbeit mit geflüchteten Sinti und Roma Bayern und über ihre Eindrücke einer Reise auf den Balkan in den verganganenen Wochen.

NOV25: Rechts der CSU ist nur die Wand – Stoppt das Ausgrenzungsgesetz

fight racismDie CSU hat den Vorschlag für ein bayerisches Integrationsgesetz in den Bayerischen Landtag eingebracht. Das Gesetz soll alle in Bayern lebenden Menschen der sogenannten „deutschen Leitkultur“ verpflichten. Zusätzlich enthält der Gesetzesentwurf neue rassistischen Sonderverordnungen, Passagen die an die Rassenlehre erinnern und einen Ausbau von Repressionsinstrumenten. Im Vortrag geht es um den Inhalt des Gesetzes, die Folgen für uns Alle sowie um die politischen Hintergründe. Weiter wollen wir auf das im August diesen Jahres stattgefundene „Solidarity 4 All“-Camp zurückblicken. Außerdem möchten wir mit euch diskutieren, wie wir gemeinsam das Gesetz stoppen und Widerstand gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck organisieren können.

Freitag, 25. November | 19.00 Uhr | Infoladen Benario (Nürnbergerstr. 82, Fürth)

NOV30: Rückkehr nach Reims. Klasse, Scham und die Linken.

FotoKaum ein Buch hat in diesem Jahr so viel Aufmerksamkeit erregt wie Didier Eribons «Rückkehr nach Reims». Angesichts der Wahlerfolge rechtspopulistischer Partien in vielen Ländern Europas trifft es den Nerv der Zeit: Warum wählen gerade die «Abgehängten», oft ehemals linke Stammwähler*innen, die Rechten? Eribons These ist schmerzlich: Die Linke habe sich abgewendet von der Klassenfrage und von den Arbeiter*innen selbst – und damit den Aufstieg der Rechten möglich gemacht.Diese Entfremdung zeichnet Eribon in der eigenen Biographie nach: Bildungsaufstieg und schwule Emanzipation waren ihm nur durch die Verleugnung seiner Klassenherkunft möglich. Er lenkt dabei den Blick auf die Wirkmächtigkeit sozialer Scham und die Widersprüche der Selbstbehauptung.

Die Veranstaltung wird im LIVESTREAM übertragen.
Mittwoch, 30. November | 19.00 Uhr | Infoladen Benario (Nürnbergerstr. 82, Fürth)

„Pegida“ in Fürth – Nein Danke! – Proteste nur am Mittwoch

NoPegida Die rassistische „Pegida-Bewegung“ trat in den letzten Monaten mehrmals in Fürth auf. Zuletzt mussten sogar Martinsumzüge der Kindergärten abgesagt werden, um den Rassisten die Straßen zu überlassen. Am 21.12. plant Pegida erneut einen öffentlichen Auftritt in Fürth.
Aber auch am 21.12.2016 gilt: Keinen Fußbreit den Faschisten und Rassisten!

Wie die Erfahrung – durchwegs an jedem Ort – gezeigt hat, verstecken sich hinter all diesen sogenannten „Pegidas“ i.d.R. Neonazis und Rassisten, die lediglich vorgeben, die Interessen und Nöte der „kleinen“ Leute zu vertreten.
In Wahrheit nutzen sie bewusst Ängste und Nöte von Teilen der Bevölkerung aus. Den rechten Anführern geht es einzig und allein darum, Menschen gegen Flüchtlinge aufzuhetzen. Dabei ist ihnen jede Lüge recht, um Menschen gegen Menschen und Arme gegen noch Ärmere aufzuhetzen.
Neonazis versuchen deshalb unter dem Deckmantel „Pegida“ Rassismus und Völkerhass zu schüren – so auch in Fürth.
Die Neonazis und Rassisten wollen uns in „Deutsche“ und „Nichtdeutsche“ spalten. Da nicht wenige aus der gesellschaftlichen Mitte es kaum erwarten können, auf diesen Zug aufzuspringen, vor allem wenn es um Stimmen bei Wahlen geht fühlen sich solche Rassisten mehr denn je ermutigt, ihrem Hass – nicht nur in Worten – freien Lauf zu lassen. Dagegen sind wir! Dagegen wehren wir uns!

Daneben fordern wir die Stadt Fürth auf, den braunen Spuk zu verbieten oder zumindest bestmöglich zu beschränken.

Wegen einer Handvoll verblendeter Rassisten und Neonazis wurden in der Vergangenheit Straßen gesperrt und ganze Stadtteile lahmgelegt. Infolgedessen kamen Anwohner nur schwerlich zu ihren Wohnungen. Geschäfte und Lokale mussten mangels Kundschaft geschlossen werden. Auch damit muss Schluss sein!

Kommt zu den Protesten am 21.12.2016 um 15.00 Uhr vor das Fürther Rathaus!

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Die Pogromnacht in Fürth: Wir vergessen nicht!

Wann?
9. November 2016
18:00 Uhr

Wo?
Mahnmal an der Geleitsgasse

null Am 09. November findet im Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 die jähliche Kundgebung am Mahnmal in der Geleitsgasse statt. Mit Grußworten und Musik wollen wir an den Tag vor 78 Jahren erinnern, als antisemitischer Terror in ganz Deutschland zum Brand von Synagogen, Vertreibung und Vernichtung führte. Getrieben von antisemitischen Weltverschwörungstheorien brannte auch in Fürth die Synagoge in der Geleitsgasse, Jüdinnen und Juden wurden mit Gewalt auf der heutigen Fürther Freiheit festgehalten und anschließend teilweise in KZs deportiert. Der Nationalsozialismus verantwortete in den Folgejahren, getragen von weiten Teilen der Bevölkerung, millionenfachen Mord, Vernichtung und Krieg.
Wir nehmen den 09. November zum Anlass, diesen Verbrechen zu gedenken. Ein Blick in die deutsche Geschichte zeigt uns aber auch, dass Antisemitismus und Rassismus nicht 1945 aufhörten zu existieren. Bis heute fallen diese Ideologien auf fruchtbaren Boden und sind verantwortlich für Mord, Anschläge, Abschottung und Diskriminierung. Vor diesem Hintergrund ist der 09. November auch eine Mahnung und Handlungsaufforderung für heute und morgen: Nie wieder!

Im Anschluss
Lesung: „Drei Steine“

Wann?
09. November 2016
19:30 Uhr

Wo?
Café Samocca
Rudolf-Breitscheid-Straße 4

„Drei Steine“ erzählt die autobiografische Geschichte von Nils Oskamp, der in den achtziger Jahren in Dortmund-Dorstfeld Opfer rechter Gewalt wird: Als Schüler kämpft er um sein Überleben, ohne dabei selbst zum Täter zu werden. 
Die Neonazis, in deren Visier er als Jugendlicher geriet, waren von „Alten Kameraden“ geworben worden – und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, noch heute Schlagzeilen.

Drei Steine – eine mahnende Graphic Novell

NSU, freie Kameradschaften, Rassismus, nationaler Sozialismus,… Wörter die sich automatisch auftun, sobald man sich auch nur im Ansatz mit dem Thema Rechtsradikalismus befasst.

Scheint dieses Thema doch immer so fern in der Vergangenheit seinen Ursprung zu haben, reichen Taten und Übergriffe bis in unsere heutige Zeit hinein. Nicht erst seit PEGIDA und Co. werden wieder Schlagworte hervorgeholt, die an Parolen der Nazis in der Zeit bis 1945 erinnern.

Opfer rechts motivierter Übergriffe gibt es nicht erst seit dem Aufkommen der Flüchtlingsdebatte in den vergangenen zwei Jahren. Die Graphic Novel „Drei Steine“ geht zurück in die achtziger Jahre und erzählt biographisch aus der Perspektive des Autors Nils Oskamp, was es bedeutet ins Visier organisierter und gewalttätiger Nazis zu geraten.

Mit der Lesung laden wir dazu ein, sich mit dem Thema aus der Perspektive des Opfers auseinanderzusetzen. Der Autor Nils Oskamp wird persönlich vor Ort sein und seine Graphic Novel visuell und untermalt mit Musik präsentieren.
Nach der ca. 60 minütigen Lesung, wird es möglich sein, mit dem Autor persönlich ins Gespräch zu kommen.

WANN und WO:

09.November 2016, 19:30 Uhr im Samocca (Einlass ab 19:00 Uhr), Rudolf-Breitscheid-Straße 4, 90762 Fürth

08. und 09. November 2016, 11:000 Uhr/BIKUL Lindenhain, Kapellenstraße 47, 90762 Fürth, kostenlos und exklusiv für Schulklassen

Anmeldung für Schulklassen unter:
fanprojekt@kinderarcheggmbh.de

 29. Oktober Fluchtursachen bekämpfen! Gemeinsam gegen Krieg, Rassismus, Sexismus und Ausbeutung


[ 29. Oktober 2016; 14:00; ]

Zur Zeit befinden sich zwischen 60 und 90 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht . Fluchtgründe gibt es viele. Menschen fliehen etwa wegen der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, wegen Kriegen und politischer Verfolgung, sie fliehen vor Hunger, Elend, ökologischen Katastrophen, Versklavung, Zwangsverheiratung, Verfolgung aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung.
Deshalb lasst uns am 29.Oktober um 14 Uhr auf dem Jakobsplatz in Nürnberg zusammenkommen und unsere Kämpfe in einer bundesweiten Großdemonstration zum Hauptsitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vereinen. Setzen wir den Startschuss für den bitter notwendigen und endlich gemeinsam geführten Kampf gegen Imperialismus und den Rechtsruck dieser Welt!
Fluchtgründe benennen – Solidarität aufbauen!

29.Oktober um 14 Uhr auf dem Jakobsplatz
Mehr Informationen

Fahrt im Oktober mit zur Demo gegen das bayerische Integrationsgesetz!

Demonstriert mit uns am 22.Oktober in München gegen das bayerische Integrationsgesetz. Im Herbst soll das von der CSU formulierte Gesetz verabschiedet werden (Kurz erklärt).

Kommt zum Zugtreffpunkt: 08:30 Osthalle, Nürnberg HBF

Bei der Antifa-Aktionskneipe am 21.Oktober gibt es ab 17.30Uhr die letzte Infos zur Demo und der gemeinsamen Anreise sowie einen Vortrag zum Verhalten auf Demos, Vorkontrollen und gegenüber Bullen!
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Pegida in Fürth am 22.09 entgegenstellen

Wann
Donnerstag, 22. 09 2016. 18.30 Uhr

Wo
Bahnhofsplatz bis Jakobinenstraße, Fürth

Naziaufmarsch verhindern!

nopegida Am 22. September wollen die RassistInnen von Pegida erneut in Fürth aufmarschieren. Bereits im Juli zogen sie vom Hauptbahnhof zur U-Bahn Station Jakobinenstraße – von der Polizei vor rund 600 Gegendemonstranten geschützt.
In den letzten Monaten nahm der Rassismus merkbar zu – Asylrechtsverschärfung, Abschottung, Selektierung, Angriffe und Hetze sind für viele die hier Schutz suchen an der Tagesordnung. Auch die über 180 Toten durch rassistische Gewalt seit 1990, die Opfer des NSU-Netzwerks und zahlreiche Betroffenen neonazistischer Angriffe brauchen unsere Solidarität. Gemeinsam stellen wir uns auch gegen die Festung Europa, die militärisch die Außengrenzen gegen Flüchtlinge abriegelt. Immer mehr Menschen wehren sich und regelmäßig gehen hunderte gegen Pegida und Co in der Region auf die Straße.
Im Sinne einer solidarischen Gesellschaft – stellen wir uns dem rechten Aufmarsch am 22. September entgegen. Kein Fußbreit den RassistInnen!

18.30 Uhr – Fürth Hauptbahnhof

Auf die Straße gegen den Naziaufmarsch am 2.7. in Zirndorf

Wann
Samstag, 02. Juli 2016
13.30 Uhr

Wo
Marktplatz, Zirndorf

Für Samstag, den 2. Juli haben Neonazis der faschistischen Splitterpartei „Die Rechte“ einen rassistischen Aufmarsch in Zirndorf angekündigt. Dieser soll sich gegen die dortige Unterkunft für Geflüchtete richten. Lassen wir es nicht zu, dass RassistInnen dort ihre Hetze verbreiten können. Ab 13.30 Uhr finden am Marktplatz in Zirndorf Gegenproteste statt. Wir rufen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen und den rechten Aufmarsch zu stoppen.
Kein Fußbreit den FaschistInnen // Refugees welcome!

1. MAI: RASSISMUS ENTGEGENTRETEN! FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT!

HERAUS ZUM REVOLUTIONÄREN 1.MAI!
Demonstration | 1. Mai | 10:00 | Sozialrathaus, Fürth
Anschließend | Gemeinsame Fahrt nach Nürnberg | Revolutionäre 1. Mai-Demonstration

1.Mai 2016Seit geraumer Zeit häufen sich in Deutschland täglich Attacken auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. So kam es in den ersten drei Monaten diesen Jahres zu über 200 rassistischen Angriffen. Das ist das sichtbare Ergebnis eines massiven Rechtsrucks in Deutschland. Auf Straßengewalt von RassistInnen und Nazis reagiert der deutsche Staat mit massiven Asylrechtsverschärfungen – die Festung Europa wird immer weiter ausgebaut. Gleichzeitig läuft weltweit die kapitalistische Ausbeutungen von Ressourcen, der Landraub und imperialistische Erschließungen neuer Märkte weiter auf Hochtouren. Daneben formieren sich immer neue terroristische Organisationen, wie der IS, die Menschen durch ihre Taten zur Flucht zwingen. Während Rassismus, Gewalt und Angst immer offener zutage treten, engagieren sich gleichzeitig so viele Menschen, wie nie zuvor für Geflüchtete. Neben humanitärer Hilfe, formiert sich vielerorts auch politischer Widerstand gegen Rassismus und Nationalismus und für eine solidarische Gesellschaft.
Nun ist der 1. Mai für uns ein Tag, an dem wir ein Zeichen setzen wollen: Für einen Abriss der Festung Europa und gegen nationalistische Stimmungsmache. Gegen imperialistische und terroristische Kriege und für eine Welt der Freien und Gleichen. Gegen rassistische Angriffe und Mobilmachungen und für ein Leben ohne Angst. Für einen gemeinsamen Kampf gegen den kapitalistischen Normalzustand, geprägt von Überwachung, Gewalt und Arbeit. …denn eine befreite Gesellschaft ist nur grenzüberschreitend und solidarisch möglich!

Den Rechten entgegentreten: Gegen den Kopp-Verlag-Kongress

23. April 2016 | 8:45 | Vor der Stadthalle, Fürth

Am 23.4. veranstaltet der Kopp-Verlag einen Kongress unter dem Titel „Perfekte Krisenvorsorge“. Verschiedenste Redner bieten den Besuchern Survival- und Selbstverteidigungskurse, Tipps zu Naturheilverfahren und zur angeblich sicheren Geldanlage. Der Kopp-Verlag bietet aber auch eine Plattform für Verschwörungstheoretiker, Nationalisten, Rassisten jeder Couleur. Zu den Autoren gehören und gehörten die Rechtspopulisten Jürgen Elsässer und Udo Ulfkotte, der Geschichtsrevisionist Jan-Udo Holey, Karl Albrecht Schatzschneider, Axel Stoll und viele andere mehr. Sogar der einschlägig bekannte und verurteilte Holocaust-Leugner David Irving kann seine Bücher über den Verlag vertreiben. So entsteht ein unheilvolles Portfolio von Schriften alter und neuer Rechter, Antisemiten und Geschichtsrevisionisten. Gleichzeitig beschwört der Verlag in seinem Blog und auf den sozialen Medien alarmistische Weltuntergangsszenarien, ausgelöst durch, wahlweise oder alle gleichzeitig, die USA, die EU, die Banken, das Zinskapital, die Flüchtlinge. Und damit schließt sich der Kreis zu Survivalkursen und Geldanlage: Nach Kopp’scher Lesart steht die Krise, die Apokalypse bevor und nur diejenigen Deutschen, die die durch so einen Kongress das notwendige Rüstzeug erhalten haben, werden diese als Einzelkämpfer oder als Miliz diese überstehen.

Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien entgegentreten. Den Kongress des Kopp-Verlag stören!