Archiv der Kategorie 'Antirassismus'

2. Veranstaltung: Geschichte des Antiziganismus

22 02 19 | 19.30 Uhr | Infoladen Benario | Ulrich Schlee
Geschichte des Antiziganismus

Der Nationalsozialismus verwirklichte das eliminatorische Potential des Antiziganismus: Die seit langem bestehende Diffamierung und Diskriminierung der Sinti und Roma wurden unter seiner Herrschaft zum Völkermord radikalisiert. Der Vortrag wird die Vorgeschichte dieser Radikalisierung, die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und den skandalösen Umgang mit den Überlebenden im Deutschland in den Nachkriegsjahrzehnten schildern – und dabei auch immer einen Blick auf die Region und Bayern werfen.

ANTIZIGANISTISCHE ZUSTÄNDE

Veranstaltungsreihe zu Geschichte und Gegenwart der Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma
Alle Veranstaltuntungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Infoladen Benario statt!

Nach wie vor ist Antiziganismus eine der am weitesten verbreiteten Formen der Diskriminierung und Verfolgung in Europa. Während Antisemitismus in weiten Teilen der Bevölkerung zumindest geächtet ist, werden Vorurteile gegen Sinti und Roma nicht reflektiert und kritisiert. Die Problematisierung der Arbeitsmigration aus Osteuropa befeuert diese Stimmung. So bediente sich jüngst der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung dem Stigma von lärmenden Sinti und Roma, die nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen zu erschleichen. Damit reiht er sich in die nicht enden wollenden Liste von Politiker*innen ein, die ,Zigeuner‘-Stereotype öffentlich reproduzieren.

In der Veranstaltungsreihe Antiziganistische Zustände wollen wir uns dem Komplex in vier Vorträgen nähern. Neben ihren jeweiligen Fragestellungen, stellen die Referent*innen immer auch einen Bezug zu aktuellen, antiziganistisch aufgeladenen Debatten her, wie sie regional und überregional um sich greifen. Roswitha Scholz eröffnet die Reihe mit einer Einordnung antiziganistischer Vorurteile in den gesellschaftlich-kapitalistischen Kontext. Ulrich Schlee wirft anschließend einen Blick auf die Verfolgungsgeschichte von Roma und Sinti in Bayern und der Region. Die Brücke zur heutigen Situation schlagen die folgenden Vorträge. So skizziert Silas Kropf den Alltag antiziganistischer Diskriminierung. Abschließend wirft Thomas Heilig einen kritischen Blick auf Polizeipraktiken und zeigt auf, wie diese historisch und aktuell von antiziganistischen Denkweisen geprägt sind — Beginn jeweils um 19:30 im Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, Fürth

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Gemeinsam, entschlossen, dem Rechtsruck entgegentreten!

neuer versuch

Am 09/06/18 gegen den AfD-Landesparteitag in Nürnberg

  • 8:30 Uhr Kundgebung vor der Meistersingerhalle und Aktionen gegen den Parteitag
  • 11.30 Demonstration an der Meistersingerhalle

Am 30/06/18 gegen den AfD-Bundesparteitag in Augsburg

  • Achtet auf Ankündigungen

Kommt am 09.06. mit uns auf die Straße um gegen den Landesparteitag der rassistischen Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren.
Dieses Jahr stehen in Bayern mal wieder die Landtagswahlen an. Die unterschiedlichen bürgerlichen Parteien lärmen dementsprechend vor sich hin. Vieles davon ist Wahlkampfgewäsch, allerdings sollte man deshalb nicht die Wirkung mancher Gesetze wie beispielsweise die des neuen Polizeiaufgabengesetzes (PAG) auf die leichte Schulter nehmen. Ein Gesetz, dass in seiner Willkür seit 1945 wohl ungeschlagen ist. Mit diesem Gesetz wird es möglich sein, Menschen ohne Grund einzusperren, zu überwachen oder in sonstigen Formen zu gängeln. Mit der CSU an der Spitze Bayerns ist der Kurs klar gesetzt: Weiter nach rechts außen. Jedoch darf man trotz einer erzreaktionären CSU auch in Bayern die faschistische AfD nicht unterschätzen.
AfD
Diese erreichte in den Bundestagswahlen in Bayern 12,4 Prozent und lag somit nur 0,2 Prozent unter dem Bundesergebnis.
Die AfD hat es geschafft sich bei vielen, auch bei ArbeiterInnen, als scheinbar gute Alternative zum Einheitsbrei der etablierten Parteien darzustellen. Dass sie genau das nicht ist (zumindest nicht für die lohnabhängige Klasse) zeigt sich in ihrem Grundsatzprogramm. Alice Weidel, AfD-Spitzenpolitikerin, erarbeitete das ArbeiterInnen feindliche Wirtschaftsprogramm der Partei. Sie hat für die Investment-Bank Goldman Sachs gearbeitet, die durch Finanzanlagen die Vermögen reicher „Investoren“ vermehrt. Aus so einer Feder kommen dann auch Forderungen nach der Privatisierung von Arbeitslosengeld I und einer weiteren Erhöhung der Lebensarbeitszeit.
Von ihrem eigentlichen neoliberalen Wirtschaftsprogramm lenkt die Partei gezielt ab. In einem internen Strategiepapier empfiehlt sie, die soziale Frage (steigende Mieten, sinkende Löhne, …) – also Themen, die uns tatsächlich interessieren sollten – im Wahlkampf auszulassen. Statt dessen soll auf Hetze gegen Geflüchtete und die Angst vor einer vermeintlichen Islamisierung gesetzt werden. Indem sie u.a. Rassismus, Nationalismus und Sexismus schüren, treiben sie die Spaltung der Lohnabhängigen in allen Bereichen voran. Sie wünschen sich Frauen zurück an den Herd, sie wollen hier keine Geflüchtete, sie wollen, dass man endlich wieder offen rassistisch sein kann. Sie wollen, das wir noch effizienter ausgebeutet werden und dass jedeR, der dagegen aufbegehrt, kriminalisiert wird. *In Nürnberg zeigt sich das bspw. durch die Versuche des AfD Bundestagsabgeordneten Martin Sichert, der Obdachlos nutzt um seinen Rassismus zu verbreiten. Sie sind keine Alternative für uns. JedeR der dieser Partei seine Unterstützung gibt, handelt gegen die Interessen der lohnabhängigen Klasse.
CSU
Die anderen Parteien versuchen mit einer ebenfalls schärferen Gangart die reaktionären Tendenzen der Gesellschaft für sich zu nutzen. Entweder werden lang gehegte Träume, wie Gesetzesverschärfungen, im Schutze der sowieso schon aufgeheizten Stimmung durchgesetzt oder man versucht mit ebenfalls rechten Forderungen und rassistischem Getöse ein paar Wählerstimmen zu gewinnen. Der Rechtsrutsch ist nichts, was von selbst passiert, sondern gezielt vorangetrieben wird. Wie bereits erwähnt ist die CSU hierfür leuchtendes Beispiel: Ein eigenes Integrationsgesetz, Lager zur Internierung von Geflüchteten, neues Polizeiaufgabengesetz, um nur einige Schweinereien, die auf dem Mist dieser Partei gewachsen sind zu benennen. Die CSU ist in Bayern die stärkste Kraft und in ihren Äußerungen sowie Taten teilweise nur schwer von der AfD zu unterscheiden. Es bleibt in Bayern derzeit also fraglich ob die Wahlen eher Richtung Pest oder Cholera tendieren werden.
Andere Parteien
Was jede Partei, ob nun AfD, CDU/CSU, FDP, SPD oder Grüne eint, ist, dass sie keine Alternative für uns, die lohnabhängige Klasse darstellen. Natürlich unterscheiden sich die Parteien in dem gewünschten Grad der Ausbeutung der Lohnabhängigen, der Regulierung des Marktes durch den Staat, Umweltfragen und so weiter. Aber für all diese Parteien ist es lediglich relevant, dass das deutsche Kapital mächtiger wird. Sie verschlimmern gemeinsam unsere Lebensverhältnisse und spucken auf unsere Interessen.
Selbstorganisierung
Wir, die lohnabhängige Klasse, müssen unsere Belange formulieren und gemeinsam, solidarisch und selbstorganisiert für sie kämpfen. Wir wollen keine Vertreter, die für uns bestimmen, was gut für uns ist, wir wollen selbst entscheiden wie unser alltägliches Leben aussieht. Wir wollen selbstbestimmt und frei von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung leben können. Wir werden uns nicht länger von Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Sozialchauvinismus spalten lassen. Wir kämpfen für eine bessere Welt als die, der Zerstörung von Mensch und Natur. Wir tun das in dem Bewusstsein, dass unser Kampf nicht aussichtslos ist. Selbst Bayern war nicht immer ein Hort der Reaktion. Vor 100 Jahren riefen SozialistInnen in München die bayerische Räterepublik aus. Anderswo auf der Welt, gibt es auch heute noch erfolgreiche Versuche, eine Gesellschaft jenseits von Kapitalismus und Patriarchat aufzubauen, beispielsweise die kurdische Autonomieregion Rojava.
Das Wissen, das wir in unserem Kampf gegen das kapitalistische System nicht allein sind, lässt uns nie den Mut verlieren und gerade jetzt ist es wichtig als starke und geeinte linksradikale Bewegung in Deutschland der reaktionären Mobilmachung etwas entgegen zu setzen. Wir werden den FaschistInnen, RassistInnen und NationalistInnnen keine ruhige Minute mehr lassen.
Auf die Straße gegen Faschismus – AfD Landes- und Bundesparteitag angreifen, stören , verhindern!

Aufruf als PDF

Aufruf zur Vorabenddemo 2018: Den Kapitalismus überwinden! Für eine Welt jenseits von Rassismus, Krieg und Krise!

Banner Vorabend 2018
Keine Besserung in Sicht
Die Krise des Kapitalismus ist längst chronisch geworden. Die Verheerungen marktradikaler Krisenlösungen haben nicht nur in den Ländern Südeuropas prekäre Lebensbedingungen zum Alltag gemacht. Auch in Deutschland gehören Leih- und Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot seit Jahren zum sozialpolitischen Normalzustand. Zugleich schickt sich die EU an, außenpolitisch ihre Machtposition zu stärken. Im Kontext internationaler Bündnisse sichert sie mit Kriegen, Interventionen und Embargos die Logistik des Kapitalismus und geopolitische Machtinteressen – am Horn von Afrika, in Mali und in Syrien. In der Migrationspolitik der EU ist ebenfalls eine Militarisierung auszumachen, die sich im Einsatz von Kriegsschiffen, Drohnen und der Aufrüstung der Grenzschutzagentur FRONTEX äußert – aber auch in den Bündnissen mit libyschen Milizen, afrikanischen Autokratien und der türkischen Diktatur. Die Antwort auf Migration in die EU wird nicht zuletzt rassistisch formuliert. Die Salonfähigkeit rechten Denkens durchzieht staatliche Politik in Ungarn, Polen oder Österreich, lässt auch die sog. etablierten Parteien in Deutschland rassistische Migrations- und Abschiebegesetze verabschieden, äußert sich in unzähligen Demonstrationen rechter Bewegungen und mündet in rechtem Terror. Diese Entwicklungen finden auf lokalen Maßstabsebenen ihren Niederschlag, so auch in Fürth. Nach Jahren neonazistischer Aktivitäten und Anschläge, versucht mit PEGIDA ein vergleichsweise neuer rechter Akteur in Fürth Fuß zu fassen. Selbst wenn die rechte „Sekte“ zahlenmäßig harmlos ist – die Wahlerfolge der AfD zeigen, dass auch in Fürth nicht nur Toleranz und Weltoffenheit herrschen. Gleichzeitig forciert die Stadtregierung eine neoliberale Politik, die die Stadt im unternehmerischen Wettbewerb erfolgreicher machen soll. Der „Standort Fürth“ wird attraktiv gemacht und produziert damit zugleich Wohnungsnot und den Ausschluss vom städtischen Leben.

Doch während sich die neoliberale Politik in Europa, Deutschland und in Fürth weiter verschärft, werden ihre Folgen immer von Protest und Widerstand begleitet. Im Rahmen der G20-Proteste trugen Zehntausende ihre Wut und Kritik am kapitalistischen System auf die Straße – Woche für Woche demonstrieren Antirassist*innen gegen Rechte und Neonazis, kämpfen gegen Zwangsräumungen, für bezahlbaren Wohnraum, bessere Lohnarbeitsverhältnisse und für feministische Perspektiven. All diese Kämpfe verdeutlichen die Notwendigkeit, die Kritik und den Widerstand gegen prekäre Lebensbedingungen, Abschottung und Krieg antikapitalistisch zuzuspitzen und nationalistisches, rassistisches und sexistisches Denken offensiv zu attackieren. Seit 2009 gibt uns dies den Anlass für die antikapitalistische Vorabenddemo zum 1. Mai, mit der wir abseits unserer alltäglichen Kritik und Praxis die Perspektive einer Welt der Freien und Gleichen stärken wollen.
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PEGIDA stoppen!

Freitag, 23. Februar 2018 | 18.30 Uhr | Obstmarkt, Fürth Rathaus

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als ‚besorgte Bürger‘ aus der ‚Mitte der Gesellschaft‘. Doch auch wenn das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen mit ihren Auftritten in erster Linie Nerven strapaziert, geht dennoch eine Gefahr von ihnen aus. PEGIDA, AfD und Konsorten vermögen es mit rassistischer Wir-gegen-Sie Rhetorik und der nationalistischen Inszenierung einer deutschen Kultur, die es angeblich zu verteidigen gilt, mediale und politische Wirkung zu erzielen. Rassismus und Nationalismus werden dabei als Lösung für gesellschaftliche Missstände propagiert. Dass diese die Spaltung der Gesellschaft verstärken und die erkämpften Rechte der letzten Generationen auffressen, wird außer Acht gelassen. Eine Kampfansage an Rassismus, Nationalismus und die unsoziale Politik der bürgerlichen Parteien ist bitter nötig. Nur gemeinsam können wir der Hetze entgegentreten und Freiheiten sichern und erkämpfen. Dabei gilt es Grenzen zu überwinden, statt diese zu schaffen. Wir müssen uns organisieren, diskutieren und handeln, um eine Welt jenseits des Kapitalismus zu schaffen. Ob ‚besorgtes Bürgertum‘, rechte Politiker*innen oder Rassist*innen der sogenannten Mitte der Gesellschaft – unsere Antwort heißt: Solidarität statt rechter Hetze.

Fight back! Kommt alle am 23. Februar auf die Straße und protestiert mit uns gegen PEGIDA!

Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Frau Mayer und Herr Özdemir geben Asyl – du auch?
Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Mittwoch, 28. Februar 2018 um 19 Uhr in der Villa Leon, Kleiner Saal (Phillip-Körber-Weg 1, Nürnberg)

„Wir werden von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren. Das heißt, wir werden Platz machen in unseren Wohnungen und notfalls die Menschen verstecken, die in Krieg und Verfolgung zurückgeschickt werden sollen.“
Das erklärten im letzten Frühjahr 60 Menschen in Hanau bei Frankfurt.
Seit dem Aufruf aus Hanau geistert der Begriff „Bürgerasyl“ durch Helferkreise und durch die antirassistischen Initiativen, er spukt durch die Köpfe von engagierten Sozialarbeiterinnen und Lehrern. Und er wirft einen Menge Fragen auf:
- Was ist Bürgerasyl?
- Können wir Bürgerasyl auch hier in Nürnberg und der Region einführen?
- Was muss ich wissen, wenn ich Bürgerasyl gewähren möchte?
- Wie sinnvoll ist es, Geflüchteten Schutz in der eigenen Wohnung anzubieten?
- Ist Bürgerasyl eigentlich verboten?

Bei der Veranstaltung wollen wir diese Fragen mit euch diskutieren. Außerdem wird Hagen Kopp das Konzept Bürgerasyl vorstellen und von Erfahrungen mit dem Bürgerasyl in Hanau berichten.

Initiative Bürgerasyl Nürnberg Fürth

Oury Jalloh – Das war Mord!

Am 7. Januar 2005 verbrannte der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh in einer Zelle der Polizeidienststelle Dessau. Während vor allem Polizei und Staatsanwaltschaft sich sehr darum bemühten das ganze als Selbstmord darzustellen, gab es schnell in Teilen der Gesellschaft Zweifel an dieser Version.
Obwohl das Bündnis Initiative in Gedenken an Oury Jalloh immer wieder Gutachten vorlegte, die die Selbstmordthese widerlegten, weigerte sich die Justiz diese in das Verfahren mit einzubeziehen. Neue Erkenntnisse zeigen nun, dass Polizisten wohl jahrelang versuchten einen Mord zu vertuschen.

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Familien Zusammenführen! Kundgebung in Nürnberg

Flüchtlinge müssen mit ihren Familien zusammen leben dürfen! Die Aussetzung des Familiennachzugs muss aufgehoben werden!

Kundgebung am Samstag, den 16.12.2017 um 15.00 Uhr am Weißen Turm in Nürnberg

Wir protestieren dagegen, dass die deutsche Regierung die Familienzusammenführung für Geflüchtete schwer und manchmal unmöglich macht. Viele Geflüchtete in Deutschland leiden darunter, dass sie von ihren Familienangehörigen getrennt leben. Oft leben Eltern, Geschwister, der Partner oder die Partnerin, die Kinder, Freunde und Freundinnen oder andere enge Bezugspersonen noch im Herkunft sland. Sie haben keine Möglichkeit nachzukommen oder sind auf der Flucht.
Die Geflüchteten, die schon hier in Deutschland leben machen sich Sorgen, wie es ihren Angehörigen geht, besonders wenn diese sich in Kriegsgebieten oder auf der Flucht befi nden oder ihnen lebensnotwendige Versorgung fehlt. Minderjährige sind ohne ihre Eltern hier. Mütter und Väter ohne ihre Kinder, Männer und Frauen ohne ihre Partner oder Partnerinnen.

Die deutsche Regierung verhindert das Zusammenkommen geflüchteter Familien systematisch mit rassistischen Gesetzen, obwohl das Recht auf Familie ein Menschenrecht ist, das im Grundgesetz verankert ist. Angehörige nachzuholen ist an viele Bedingungen geknüpft , wie zum Beispiel einen dauerhaft en Aufenthalt und Wohnraum. Für viele Geflüchtete, die ab dem Jahr 2016 angekommen sind, wurde außerdem die Möglichkeit ihre Familienangehörigen nachzuholen bis März 2018 ausgesetzt.
Wir Protestieren dagegen! Wir werden nicht akzeptieren, dass die deutsche Regierung Menschen daran hindert, mit ihren Angehörigen zusammen zu leben, anstatt Ehe und Familie zu schützen, wie es im Grundgesetz steht. Wir fordern eine unbürokratische und schnelle Möglichkeit Angehörige nachzuholen.

Samstag, 16.12.2017 | 15.00 Uhr | Weißer Turm
Kundgebung zum Familiennachzug

Kommt, wenn ihr mit uns protestieren wollt!
Fluchtursachen bekämpfen!
Refugees welcome!
Kein Mensch ist illgeal – Bleiberecht überall!

Aktionen gegen die AfD in Fürth: Solidarität statt rechter Hetze. Fight Back. AfD stoppen!

Auf die Straße gegen Rassismus, Nationalismus, Autoritarismus und Wirtschaftsliberalismus!
Die AfD im Wahlkampf stören!
Achtet auf Ankündigungen auf www.alf.blogsport.de und Facebook!
Kommt in den Infoladen Benario. Nürnberger Str. 82. Fürth.

Am 09. September: Auf die Straße gegen die AfD in Nürnberg.
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als kleine Gruppe von Kämpfer*innen gegen den Rest der Welt. Das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen rund um den in Dambach lebenden Gernot Tegetmeyer erscheint dabei meist als lächerlich. Doch auch wenn ihre Auftritte für den Großteil der Fürther Bevölkerung – vor allem aufgrund der großräumigen Absperrungen der Polizei – in erster Linie nervig sind, eine Gefahr geht dennoch von ihnen aus.

Das Phänomen PEGIDA inszenierte sich erstmals als rassistische Reaktion auf Geflüchtete. Bundesweit ging die Gründung lokaler Ableger mit einem massiven Anstieg von Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte einher. Auch wenn die PEGIDA-Demonstrant*innen als „besorgte Bürger“ aus der Mitte der Gesellschaft dargestellt wurden und werden – diese angebliche Mitte bereitet den Boden für faschistische Ideologien, ein Teil von ihnen schreitet selbst zur Tat, ein Teil applaudiert.

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt den als parteiförmigen Auswuchs dieser rassistischen Hetze dar. Einerseits vermag es die AfD mit kalkulierten Provokationen, die etablierten Parteien weiter nach rechts zu drängen. Andererseits bedienen sich diese der neuen Partei von Rechts, um eigene rassistische und völkisch-nationalistische Inhalte zu platzieren. Die Politik von CSU (sog. Integrationsgesetz) und großer Koalition (Asylrechtsverschärfungen) sprechen Bände.
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09. September 2017: Demonstration „Unsere Wahl: Soziale Revolution“

Gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck – Keine Wahlkampfveranstaltung der AfD!
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz, Nürnberg


Antifaschistische Wahlzeitung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg (AAB)

Weitere Infos auf redside.tk

Der Aufruf zur Demonstration:

Unsere Wahl: Soziale Revolution! – gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck!
Am 9. September auf die Straße gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in der Nürnberger Meistersingerhalle!
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Film: 6 Jahre, 7 Monate & 16 Tage – Die Morde des NSU

Montag, 15. Mai 2017 | 19.30 Uhr | Babylon Kino, Fürth | Eintritt: 5€

Eine Veranstaltung des Fürther Bündnis gegen Rechts
In »6 Jahre, 7 Monate & 16 Tage«, dem Zeitraum in dem der sog. »Nationalsozialistische Untergrund« zehn Morde gegenüber Migranten und einer deutschen Polizistin verübt hat, nähert sich der Regisseur – essayistisch in lyrischem Schwarz-weiß – dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie. Ausschließlich mit Bildern der zehn Tatorte, kommt es so zu einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte, als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung treten in den Dialog mit den Stimmen der Hinterbliebenen, der Ermittlungsbehörden, der Presse und finden ihren Widerhall in einem tonalen und musikalischen Reflexionsraum des Musikers Elias Gottstein.
Gewinner des Dokumentarfilmmusikpreis 2017
Ein Film von Sobo Swobodnik – www.partisanfilmverleih.de – 76 min, schwarz-weiß

Die AfD ist keine Alternative!

KPDVerbot Kämpfen wir gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft, in der wir uns nicht gegen geflüchtete ausspielen lassen. Gemeinsam gegen Lohndrückerei und Sozialabbau. Gemeinsam gegen jeden Rassismus und für eine gerechtere Gesellschaft. Gemeinsam die Fluchtursachen bekämpfen und nicht die hierher Geflüchteten. Wir werden uns auch in Zukunft allen in den Weg stellen,
die Rassismus propagieren.

Samstag, 8. April 2017 |10 .00 Uhr | Proteste gegen den AfD Infostand in der Fürther Fußgängerzone

Pegida Stoppen!

Pegida Erneut will Pegida am 5. Mai durch Fürth marschieren und mit seiner rassistischen Hetze Ängste gegen Flüchtlinge und den Islam schüren. Wir rufen alle Antirassistinnen und Antirassisten auf gegen Ausgrenzung und für das Recht auf Asyl aufzustehen. Abschiebungen in Kriegsgebiete wie Afghanistan sind zutiefst unmenschlich. Machen wir am 5.5. ab 18:30 Uhr vor dem Rathaus gemeinsam und kreativ deutlich, dass es in unserer Stadt keinen Platz für menschenverachtende Parolen gibt. Solidarität statt Rassismus!

Freitag, 05.05. | 18:30 Uhr |Rathaus (Obstmarkt Fürth)
Solidarität statt Hetze! Auf die Straße gegen den rassistischen Pegida