Archiv der Kategorie 'Antifa'

Aktionen gegen die AfD in Fürth: Solidarität statt rechter Hetze. Fight Back. AfD stoppen!

Auf die Straße gegen Rassismus, Nationalismus, Autoritarismus und Wirtschaftsliberalismus!
Die AfD im Wahlkampf stören!
Achtet auf Ankündigungen auf www.alf.blogsport.de und Facebook!
Kommt in den Infoladen Benario. Nürnberger Str. 82. Fürth.

Am 09. September: Auf die Straße gegen die AfD in Nürnberg.
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als kleine Gruppe von Kämpfer*innen gegen den Rest der Welt. Das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen rund um den in Dambach lebenden Gernot Tegetmeyer erscheint dabei meist als lächerlich. Doch auch wenn ihre Auftritte für den Großteil der Fürther Bevölkerung – vor allem aufgrund der großräumigen Absperrungen der Polizei – in erster Linie nervig sind, eine Gefahr geht dennoch von ihnen aus.

Das Phänomen PEGIDA inszenierte sich erstmals als rassistische Reaktion auf Geflüchtete. Bundesweit ging die Gründung lokaler Ableger mit einem massiven Anstieg von Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte einher. Auch wenn die PEGIDA-Demonstrant*innen als „besorgte Bürger“ aus der Mitte der Gesellschaft dargestellt wurden und werden – diese angebliche Mitte bereitet den Boden für faschistische Ideologien, ein Teil von ihnen schreitet selbst zur Tat, ein Teil applaudiert.

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt den als parteiförmigen Auswuchs dieser rassistischen Hetze dar. Einerseits vermag es die AfD mit kalkulierten Provokationen, die etablierten Parteien weiter nach rechts zu drängen. Andererseits bedienen sich diese der neuen Partei von Rechts, um eigene rassistische und völkisch-nationalistische Inhalte zu platzieren. Die Politik von CSU (sog. Integrationsgesetz) und großer Koalition (Asylrechtsverschärfungen) sprechen Bände.
(mehr…)

09. September 2017: Demonstration „Unsere Wahl: Soziale Revolution“

Gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck – Keine Wahlkampfveranstaltung der AfD!
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz, Nürnberg


Antifaschistische Wahlzeitung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg (AAB)

Weitere Infos auf redside.tk

Der Aufruf zur Demonstration:

Unsere Wahl: Soziale Revolution! – gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck!
Am 9. September auf die Straße gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in der Nürnberger Meistersingerhalle!
(mehr…)

Nazi-Sprüherei gegen Nazi-Gegner*innen in Nürnberg und Fürth

In der vergangenen Woche hatten Neonazis in Nürnberg einen großflächigen Farbanschlag auf das Haus einer antifaschistisch engagierten Familie verübt. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es dann zu Sprühereien gegen eine Wohngemeinschaft in der Fürther Oststadt. Bereits in der Vergangenheit wurden die Bewohner der WG von Neonazis bedroht und deren Autos zerstört.
Bei der Sprüherei in der Fürther Oststadt wurden das Schloss des Wohnhauses, das Klingelschild der Wohngemeinschaft und die Gegensprechanlage mit roter Farbe besprüht. Außerdem richtet sich ein Schriftzug am Stromkasten neben dem Wohnhaus direkt gegen einen der Bewohner der WG, welcher als Journalist tätig ist und in den vergangenen Monaten intensiv zu NSU-Kontakten nach Franken recherchiert hat. Der Schriftzug wurde mit dem Kürzel „HKNKRZ“ unterschrieben, welches in der Neonazi-Szene für Hakenkreuz steht.
(mehr…)

Die AfD ist keine Alternative!

KPDVerbot Kämpfen wir gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft, in der wir uns nicht gegen geflüchtete ausspielen lassen. Gemeinsam gegen Lohndrückerei und Sozialabbau. Gemeinsam gegen jeden Rassismus und für eine gerechtere Gesellschaft. Gemeinsam die Fluchtursachen bekämpfen und nicht die hierher Geflüchteten. Wir werden uns auch in Zukunft allen in den Weg stellen,
die Rassismus propagieren.

Samstag, 8. April 2017 |10 .00 Uhr | Proteste gegen den AfD Infostand in der Fürther Fußgängerzone

Pegida Stoppen!

Pegida Erneut will Pegida am 5. Mai durch Fürth marschieren und mit seiner rassistischen Hetze Ängste gegen Flüchtlinge und den Islam schüren. Wir rufen alle Antirassistinnen und Antirassisten auf gegen Ausgrenzung und für das Recht auf Asyl aufzustehen. Abschiebungen in Kriegsgebiete wie Afghanistan sind zutiefst unmenschlich. Machen wir am 5.5. ab 18:30 Uhr vor dem Rathaus gemeinsam und kreativ deutlich, dass es in unserer Stadt keinen Platz für menschenverachtende Parolen gibt. Solidarität statt Rassismus!

Freitag, 05.05. | 18:30 Uhr |Rathaus (Obstmarkt Fürth)
Solidarität statt Hetze! Auf die Straße gegen den rassistischen Pegida

Nachtrag zur Warm-up Demo // Auf die Straße gegen PEGIDA und die AfD

Für eine radikal andere Stadtpolitik, für einen offensiven Antifaschismus gegen die AfD und Konsorten – Ein Recht auf Stadt erkämpfen – Rassismus angreifen!

Warm-up Demo zum 1. Mai 2017

Mit der Warm-up Demo zum 1. Mai 2017 haben wir ein schönes, lautes und energisches Zeichen gegen Verdrängung, Aufwertung, Ausschluss und neoliberale Stadtpolitik gesetzt. An verschiedenen Stationen haben wir exemplarisch Missstände aufgezeigt (Inhalte siehe unten). Perspektiven einer radikal anderen Stadtpolitik zeigt auch Andrej Holm auf, der am 20.05.2017 in Fürth sein wird:
- Diskussion/Vortrag: Die Stadt von morgen liegt auf der Straße. Ein Vortrag von Andrej Holm zu neoliberaler Stadtentwicklung und dem Recht auf Stadt. 19:30. Babylon Kino.

Nicht nur der peinliche „Besuch“ des PEGIDA-Rassisten Tegetmeyer macht aber deutlich, wie wichtig gleichzeitig ein konsequentes Vorgehen gegen den Rassismus und Nationalismus von PEGIDA, AfD und Co. ist. Die Gelegenheit dazu ergibt sich schon am Wochenende:
- Freitag, 05.05.: PEGIDA am Obstmarkt (Fü Rathaus) stoppen. 18:30.
- Samstag, 06.05.: AfD-Infostand in der Fußgängerzone besuchen. Ab 10:00.

Reden der Demo: Infos zu und Kritik an Neuer Mitte, Obdachlosigkeit, Ludwig-Erhard-Haus, Stadtpolitik, Wohnungsmarkt und AfD
(mehr…)

Erinnern heißt Kämpfen // AfD stoppen!


Gedenken, Veranstaltungsreihe & Action
05.-22. April 2017

Erinnern heißt Kämpfen!
Antifaschistischen Widerstand damals und heute sichtbar machen

Header Gedenken

Vor 84 Jahren bekam die NSDAP unter Adolf Hitler die Macht übertragen. Kurz daraufhin wurde im März 1933 mit Dachau das erste Konzentrationslager eröffnet, das vor allem in den ersten Jahren zur Inhaftierung und Abschreckung politisch Andersdenkender, meist Kommunist*innen, galt. Unter den ersten Häftlingen befanden sich mit Rudolf Benario und Ernst Goldmann auch zwei Fürther. Die beiden stammten aus jüdischem Elternhaus und engagierten sich in der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD). In Dachau waren sie allerdings nur kurze Zeit interniert, da sie bereits am 12. April 1933 zusammen mit Erwin und Arthur Kahn aus München bzw. Nürnberg erschossen wurden. Damit gehören die vier zu den ersten in einem Konzentrationslager ermordeten Juden. Doch bei weitem nicht zu den Letzten. In den Folgejahren wurden Kommunist*innen, Jüd*innen, Homosexuelle und alle anderen die nicht in das Weltbild der Nationalsozialist*innen passten systematisch verfolgt, misshandelt und ermordet. Weite Teile der deutschen Bevölkerung beteiligten sich dabei aktiv durch Denunzierung, Mitarbeit in den Konzentrationslagern oder passiv durch wegschauen.
Doch es gab auch Widerstand. Im Konzentrationslager Buchenwald organisierten sich die Inhaftierten und schützten ihre Mitgefangenen, indem sie sie versteckten. Dies schuf viel Chaos und Verwirrung bei der Lagerleitung. Außerdem gelang es Gefangen Waffen von der Wachmannschaft zu stehlen, die dann zur Selbstbefreiung des KZs genutzt wurden, sodass mit der Ankunft der Alliierten die Tore bereits offenstanden. Nach der Befreiung sammelten die Häftlinge sich am Appellplatz und leisteten einen Schwur, der für uns auch heute noch eine wichtige Bedeutung hat:

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Gut 72 Jahre später ist dieser Schwur für uns immer noch eine Maxime in deren Sinne wir agieren wollen. Deshalb sehen wir es als unerlässlich uns immer wieder konsequent gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Faschismus zu stellen. Darum wollen wir in der Tradition von Antifaschist*innen wie Rudolf Benario, Ernst Goldmann und all den anderen, die ihr Leben riskiert und dabei oft auch gegeben haben, kämpfen. Egal ob gegen die rassistische Alternative für Deutschland, gegen die reaktionären Pegida oder die faschistische Kleinstpartei III. Weg.
Wir sagen Schulter an Schulter gegen Faschismus, denn erinnern heißt für uns auch kämpfen!

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Gedenkens an Benario & Goldmann

Täterspuren – Fürth im Nationalsozialismus
Mittwoch, 5. April 2017 | 19:30 Uhr | Infoladen Benario

Nach 1945 blieben die meisten Täter*innen der Nazibarbarei unbehelligt. Viele wurden unter dem verharmlosenden Begriff des „Mitläufers“ entschuldet und rehabilitiert. Ihre Verbrechen wurden verschwiegen, Versuche, sie zur Verantwortung zu ziehen, als „Nestbeschmutzung“ diffamiert. So wurde über viele Jahre – oft bis heute – eine wirksame Auseinandersetzung mit der Hitler-Diktatur behindert. In einem Vortrag werden wir über Fürther Täter*innen informieren, deren Taten nach 1945 bagatellisiert oder verschwiegen wurden und die oft problemlos in Nachkriegsgesellschaft integriert wurden.
Referent: Siegfrieg Imholz, Historiker

Roma in Europa – eine Geschichte von Klischees & Vorurteilen
Freitag, 7. April 2017 | 19:30 Uhr | Infoladen Benario

Seit über 500 Jahren leben verschiedene Romvölker in Europa und bilden mit rund 15 Mio. Angehörigen die grösste europäische Minderheit. Die Geschichte der Volksgruppe ist geprägt von Verfolgung und Ausgrenzung, die in dem Völkermord der Nationalsozialist*innen gipfelte. Eine nachkriegszeitliche Aufarbeitung der Geschichte und eine Anerkennung der Romvölker fand gar nicht bzw. nur zögerlich statt. Klischees und Vorurteile gegenüber der Minderheit sind nach wie vor bei großen Teilen der Bevölkerung tief verankert. Der Vortrag liefert einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der Volksgruppe und dekunstruiert gängige Ressentiments.
Referent: Peter Liszt ist Vorstandsmitglied der Roma Volkshochschule Burgenland, Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) und engagiert sich seit seiner Jugend für die Anliegen der Volksgruppe

Stadtrundgang zur Arisierung in Fürth
Sonntag, 9. April 2017 | 14:00 Uhr | Kohlenmarkt

Unter der euphemistischen Bezeichnung „Arisierung“ begannen die Nazis 1938, nach Ausgrenzung und Diskriminierung der Jüd*innen, mit dem Raub ihres Eigentums. Es war größte Raub in der deutschen Geschichte und der Auftakt zum Massenmord. Allein in Fürth wurden 325 Grundstücke und Häuser und 190 Firmen, Praxen und Kanzleien gestohlen.
Über Opfer, Nutznießer*innen und Täter*innen dieses Verbrechens und sein Verschweigen nach 1945 wollen wir mit unserem Stadtrundgang am 9. April informieren.
Referent: Siegfried Imholz, Historiker

Gedenken an Benario & Goldmann
Mittwoch, 12. April 2017 | 18:00 Uhr | Uferpromenade Fürth

Alljährlich findet an den drei Birken das Gedenken an die Fürther Juden und Kommunisten Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann statt, die sich hier an der Rednitz in einem Bootshaus des Kanuvereins trafen. Am 12. April 1933 wurden sie von den Nazis im KZ Dachau ermordet. Das Gedenken wird vom Infoladen Benario in Zusammenarbeit mit dem Fürther Bündnis gegen Rechts organisiert.

Ausstellung
Eröffnung im Anschluss ans Gedenken | Fanprojekt Fürth, Theresienstr. 17

Nach jahrelanger Lagerung im Archiv der KZ-Gedenkstätte Moringen, kommen die Zeichnungen der Kommunistin und Widerstandskämpferin Hedwig Regnart erstmals in ihre Heimatstadt Fürth.
Öffnungszeiten: 13., 14., 17., 18., 19. April 2017 | 17 – 20 Uhr
Samstag, 15. April 2017 | 11 – 14 Uhr
(Sonntag, 16. April geschlossen)


AfD stoppen!
Solidarität statt Rassismus & Spaltung

Header AfD

Das Phänomen Pegida trat erstmals in Zusammenhang mit den steigenden Zahlen hier ankommender Geflüchteter auf. Bundesweit ging die Gründung von immer mehr lokalen Ablegern mit einem massiven Anstieg von Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte einher. Auch wenn die Pegida-Demonstrant*innen als „besorgte Bürger“ aus der Mitte der Gesellschaft dargestellt wurden und werden, bereitet diese angebliche Mitte den Boden für faschistische Ideologien – Ein Teil von ihnen schreitet selbst zur Tat, ein Teil applaudiert. Die AfD als parteiförmiger Auswuchs der zunehmenden rassistischen Hetze unterscheidet sich davon nur wenig und fördert zugleich eine immer menschenverachtendere Politik der bürgerlichen Parteien. Diese rücken immer weiter nach rechts, um ja den Anschluss an den rechten Rand der Gesellschaft nicht zu verlieren.

Die Rhetorik des Rassismus – Nah am Menschen und menschenverachtend
Doch gefährlich an Pegida, AfD und Konsorten ist nicht nur ihre Wirkung auf die Medien und die Politik, sondern die Themen, mit denen sie Anklang in der Bevölkerung finden. Ihre vermeintliche Kritik an der herrschenden Politik gibt sich stets einen sozialen Anstrich: Prekäre Arbeitsverhältnisse, schlechte Bildungschancen, ein verkommenes Gesundheitssystem, fehlender Wohnraum und die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich – diese Themen sprechen nicht nur Rassist*innen an, es sind Probleme, mit denen wir alle zu kämpfen haben. Wenn man das Grundsatzprogramm der AfD aber näher betrachtet, wird schnell klar, dass die AfD lediglich ein weiterer Verfechter einer prokapitalistischen, marktradikalen Position ist. Der Staat soll sich zum Beispiel aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zurückziehen und so Erbschafts- und Vermögenssteuer abgeschafft, Regulierungen für die Wirtschaft aufgehoben, Arbeits- und Umweltschutzstandards gesenkt und Sozialleistungen gekürzt werden.

Sozial schreibt man nicht mit K wie Kapitalismus…
Kritik an dieser unsozialen Politik der AfD und der bürgerlichen Parteien ist bitter nötig. Sei es der Ausverkauf der kommunalen Sozialwohnungen, Energieversorger und Sozialeinrichtungen durch die Kommunen oder die Unterfinanzierung der Bildung bei gleichzeitiger Überfinanzierung des Militärs. Auch ein faschistoides Gesetz wie das bayrische Integrationsgesetz oder die zeitlich unbegrenzte Präventivhaft für sogenannte „Gefährder“ ist unserer Meinung nach letztendlich dazu da, um sich die Option offen zu halten, Protest und Widerstand weiter zu kriminalisieren.

Unsere Antwort heißt Solidarität
Nur gemeinsam können wir die Bedürfnisse der ganzen Gesellschaft feststellen und unsere Rechte erkämpfen. Um tatsächlich eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu erreichen, müssen wir Grenzen überwinden, statt diese zu schaffen – Grenzen des Geschlechts, der Herkunft oder der Religion und die Grenze zwischen Arm und Reich. Eine wirkliche Veränderung braucht einen radikalen Ausbruch aus der Denkweise des größtmöglichen Profits. Denn eigentlich ist schon heute genug da, doch eine soziale und gleiche Verteilung ist nach dem kapitalistischen Prinzip schlicht nicht möglich. Unsere Antwort ist daher gleich – egal ob auf Rechtspopulismus, Rassismus, besorgtes Bürgertum, rechte Politiker*innen, Faschismus oder die sog. Mitte der Gesellschaft. Eine Politik der Ausgrenzung und Ausbeutung kommt für uns nicht in Frage!
Also lasst uns beginnen und gemeinsam den AFD-Parteitag in Köln verhindern!

Fight back! AfD stoppen! Internationale Solidarität statt rechte Hetze!
Auf die Straße gegen den Rassismus & die AfD

Action gegen die AfD

Proteste gegen Infostände der AfD
Samstag, 8. April 2017 | Fußgängerzone Fürth

Der lokale Kreisverband der AFD will in den Bundestags-Wahlkampf in der Fürther Fußgängerzone starten. Da sind wir natürlich nicht weit! Egal ob in den Parlamenten, auf der Straße oder sonst wo: wir werden uns Rassismus und unsozialer Politik immer entgegenstellen!
Achtet auf weitere Ankündigungen auf alf.blogsport.de

AfD – Geschichte, Inhalte, regionale Aktivitäten
Mittwoch, 19. April 2017 | 19:30 Uhr | Infoladen Benario

„Alternative für Deutschland“ – ein neues Konzept?
Innerhalb von gerade einmal vier Jahren zog die Alternative für Deutschland (AfD) mit teils zweistelligen Ergebnissen in zehn Landesparlamente ein. Mit der Wahl in den deutschen Bundestag 2017 möchte sie endgültig zur erfolgreichsten Parteineugründung der Bundesrepublik werden. Zu ihrem Programm gehört neben der Hetze gegen Mirgant*innen und Geflüchtete, dem Kampf gegen die Rechte von Frauen und der Diskriminierung von Behinderten, Homosexuellen und Transgender, auch die Ausgrenzung von sozial Schwachen. Trotz ihrer neoliberalen Programmatik ist die Partei vor allem auch unter denjennigen erfolgreich die von marktradikalen Umbaumaßnahmen besonders betroffen sind.
Stefan Dietl analysiert anhand des Grundsatzprogramms der Partei die Ausrichtung der AfD und versucht außerdem den historischen und ideologische Wurzeln der AfD, Nationaliberalismus und
Rechtskonservatismus, auf dem Grund gehen.
Referent: Stefan Dietl

Überblick über die AfD in Franken – Von „Hitler-Bildchen“ über die Verharmlosung des deutschen Faschismus
Im Anschluss findet ein kurzer Vortrag über die wichtigsten Personen der mittelfränkischen AfD, deren Inhalte und deren Nähe zur extremen Rechten statt. Ein Schwerpunkt wird hier auf den Nürnberger Kreisverbände liegen.

Gemeinsam gegen den AfD Parteitag in Köln
Samstag, 22. April 2017 | Köln

Am 22./23.4. soll im Kölner Maritim-Hotel der nächste Bundesparteitag der AfD stattfinden. Dort werden die Weichen für den Bundestagswahlkampf der Rassist*innen im Herbst gestellt. Wir werden uns natürlich auch außerhalb der Region an den Protesten gegen rassistische Politik und Hetze beteiligen. Begleitet uns nach Köln! Zusammen mit der Revolutionär organisierten Jugendaktion (ROJA) und dem Antifaschistischen Aktionsbündnis (AAB) organisieren wir die gemeinsame Busfahrt. Bustickets gibt’s im Infoladen Benario, im Projekt 31 & im Stadtteilladen Schwarze Katze bei allen Veranstaltungen und zu den normalen Öffnungszeiten.
Mehr Infos im Internet auf der www.redside.tk & alf.blogsport.de

29. April: Ein Recht auf Stadt erkämpfen --- Rassismus angreifen

Warm-up Demo zum 1. Mai 2017
29. April 2017 | 16:00 | Kleine Freiheit. Fürth

Den Slogan „Recht auf Stadt“ wollen wir aufgreifen und auch in Fürth eine Diskussion über städtisches Leben und Wohnen anstoßen, die über das Bisherige hinaus geht. Mit der Demonstration wollen wir zeigen, dass auch Fürth keine heile Welt ist und Orte aufsuchen, die symbolisch für die wohnungs- und stadtpolitischen Missstände stehen: Aufwertungsprozesse finden auch in Fürth statt. In der Folge steigen die Mieten, gleichzeitig nimmt die Zahl von Strom- und Gassperrungen, Wohnungsräumungen und Obdachlosen zu. Die Stadt befeuert Aufwertungsprozesse mit Großprojekten (Ludwig Erhard Haus) und -veranstaltungen. Außerdem schafft sie die Rahmenbedingungen, die diese Entwicklungen ermöglichen. Rechte Gruppen und die AfD hetzen derweil gegen Geflüchtete und machen sie mitverantwortlich für die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Dem wollen wir eine antifaschistische und antikapitalistische Praxis entgegenstellen, die entschlossen und offensiv gegen rechte Hetze und Gewalt vorgeht – und gleichzeitig für eine Vergesellschaftung von Wohnraum und für ein Recht auf Stadt kämpft!

Warm-up Demo01

(mehr…)

18. Februar: Keinen Meter dem „III. Weg“!

Kein Fußbreit den Faschisten in Würzburg!
Sonntag, 18. Februar 2017 | 13.30 Uhr | Würzburg, Marktplatz

Aufruf der AJA Nürnberg: Für den 18. Februar mobilisiert die Nazipartei „Der III. Weg“ bundesweit zu einem „Gedenkmarsch“ nach Würzburg. Dieser soll anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13.02.1945 in Zukunft jährlich stattfinden. Gewohnt widerlich versucht die Nachfolgeorganisation des verbotenen Freien Netz Süd (FNS) hierbei an den Opfermythos eines unschuldigen Nazi-Deutschlands anzuknüpfen. Sie propagieren dabei falsche Todeszahlen und verwenden den abscheulichen Begriff des „Bombenholocaust“. Dieser Geschichtsrevisionismus setzt die industrielle Tötung von sechs Millionen Menschen gleich mit Kriegshandlungen, die das Ziel hatten den deutschen Faschismus zu beenden. Genauso wie Dresden war auch Würzburg keine unschuldige Stadt.

Solche „Gedenkmärsche“ der Nazis kennen wir bereits beispielsweise aus Dresden und Magdeburg. In Dresden versammelten sich früher zu diesem Anlass bis zu 5.000 Nazis. Dass dem nicht mehr so ist, ist auf andauerndes antifaschistisches und radikales Engagement und Blockaden zurückzuführen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der diesjährige Aufmarsch für die Nazis zum Erfolg wird. Denn der „III. Weg“ ist brandgefährlich. Sie beziehen sich ideologisch direkt auf den historischen Nationalsozialismus. Antisemitismus und Rassismus sind zentral für ihre Hetze. Gerade jetzt wo rechten Stammtischparolen täglich Taten folgen, dürfen wir den Nazis keinen Raum für eine Machtdemonstration geben.

Die AJA Nürnberg ruft zu Zugtreffpunkten aus der Region auf, um gemeinsam nach Würzburg zu fahren
11.30 Uhr: Nürnberg Hbf, Mittelhalle
10.45 Uhr: Erlangen Hbf

Weitere Infos:
AJA Nürnberg
Würzburg lebt Respekt – Kein Platz für Rassismus

Am 10. Februar: Gemeinsam gegen Pegida – Gemeinsam für eine offene Gesellschaft

Wir schließen uns dem Aufruf des Fürther Bündnis gegen Rechts an und rufen für Freitag zu Protesten gegen Pegida in Fürth auf!
Freitag, 10. Februar | 18.30 Uhr | Fürth, Rathaus | Kundgebung gegen den rassistischen Pegida-Aufmarsch

Im Anschluss unter anderem: Veranstaltung und Diskussion zur NATO-Sicherheitskonferenz in München im Infoladen Benario

Internationale Solidarität statt Nationalismus!

Am 10.02. wird es wieder mitten in Fürth einen Pegida Aufmarsch geben. Durch die Politik von US-Präsident Trump, fühlen sich die Rassisten auch hier im Aufwind. Jeden Tag aufs Neue macht dieser deutlich, dass es sich bei seinem rassistischen und chauvinistischen Wahlkampf nicht um leere Ankündigungen gehandelt hat. Dort gibt es nun immer neue rassistische Dekrete, wie die Mauer zwischen USA und Mexiko um die Einreise von lateinamerikanischen Migranten zu verhindern oder das Einreiseverbot für Muslime aus sieben Ländern. Von hiesigen Neonazis und Rassisten gibt es dafür Applaus.

Diese Dekrete werden von regierenden Politikern aus Europa und Deutschland zurecht als rassistisch kritisiert. Solange die gleichen Politiker jedoch anstatt die Fluchtursachen zu bekämpfen, die EU immer weiter zur Festung Europa ausbauen und viele europäische Staaten – auch Deutschland – ihr Asylrecht fast zur Unkenntlichkeit verstümmeln ist diese Kritik scheinheilig. Für Flüchtlinge die hier Schutz vor Verfolgung suchen, sind die europäischen Außengrenzen kaum mehr zu überwinden. Das Mittelmeer ist hier die „natürliche“ Mauer und gleichzeitig ein Massengrab geworden. Über 5.000 Menschen sind im vergangenen Jahr bei dem Versuch ums Leben gekommen, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Ein gesetzliches Einreiseverbot wie in den USA braucht es gar nicht – das ist hier in der Realität schon längst vorhanden.

Ist dies schon schlimm genug, finden parallel seit einigen Wochen Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan statt. Ungeachtet dessen, dass sich in dem Land täglich militärische Auseinandersetzungen und Bombenanschläge auf Zivilisten mit mehreren Toten ereignen, erklärte die Bundesregierung einige Regionen Afghanistans als sicher. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verteidigt diese todbringende Entscheidung mit den zynischen Worten: „Wir muten unseren eigenen Soldaten zu, dort im Einsatz zu sein, dann ist es auch zumutbar, dass Menschen in ihre Heimat dorthin zurückkehren.“

Dies alles sind für uns gute Gründe nicht nur auf den Rassismus in den USA zu schimpfen, sondern hier vor Ort gegen rassistische Gesetze, Abschiebepraktiken und einen gesellschaftlichen Rechtsruck aktiv zu werden. Am 10. Februar wollen wir gegen einen erneuten Aufmarsch der Rassisten von Pegida in Fürth demonstrieren. Wir wollen keine Ausgrenzung von Minderheiten, Flüchtlingen und Andersdenkenden. Wir wollen dieser menschenverachtenden Propaganda in Fürth keinen Platz geben. Gemeinsam mit Geflüchteten wollen wir ein Zeichen gegen die Abschottung unsere Gesellschaft und die quasi-Abschaffung des Asylrechts setzen. Wir halten der zunehmenden nationalistischen Stimmung unsere internationale Solidarität entgegen. Diese kann keine Frage der Hautfarbe, Sexualität oder des Geschlechts sein! „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Dieses Grundrecht gilt es zu verteidigen!

Und danach:
Ab 19.30 Uhr Königstr. vor dem Eine-Welt-Laden: Begegnungscafe/Kundgebung
Ab 20.00 Uhr im Infoladen Benario: Veranstaltung zu den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz

Veranstaltung: Schweden zwischen „Wohlfahrtsstaat“ und der kapitalistischen Verelendung in der Gegenwart

Veranstaltung & Diskussion
Freitag, 03. Februar 2017 – 20:00 – Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90763 Fürth

Antifa SchwedenSchweden gilt auch heutzutage oft als ein fortschrittliches und tolerantes Land mit hohen Lebensstandards, sozialer Sicherheit und einem starken Wohlfahrtsstaat. Mag dies in den 60er und 70er Jahren gestimmt haben, so hat sich die Situation weiter Teile der Bevölkerung in Schweden drastisch verändert. Sozialer Kahlschlag und die Verschlechterung im Gesundheits- und Bildungssystem sind spürbar im kapitalistischen Alltag. Reaktionäre Kräfte nutzen die Verelendung der Menschen und breiten sich aus. Gleichzeitig sind linke Bewegungen gelähmt und scheinbar ohne Antworten. Trotzdem lohnt es sich die Geschichte der schwedischen Kämpfe für eine bessere Gesellschaft näher zu betrachten. Außerdem wird im Vortrag die aktuelle, politische Gemengelage näher beleuchtet.

DEZ09: Der Staat sieht rot: Kommunistenverfolgung und Rehabilitierung der Nazis in der Bundesrepublik

Veranstaltung und Diskussion mit Siegfried Imholz | 09. Dezember 2016, 20:00 Uhr | Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90763 Fürth

KPDVerbotVor 60 Jahren, am 17. August 1956 wurde die Kommunistische Partei Deutschlands verboten. Das war der vorläufige Höhepunkt der schon seit 1946 wieder einsetzenden Verfolgung der Kommunisten in der Bundesrepublik. Von 1951 bis 1968 wurden 125 000 Ermittlungsverfahren gegen Kommunisten eingeleitet, über 7 000 zu Haftstrafen verurteilt und 80 Organisationen verboten, die als von der KPD gelenkt galten. „Die Zahl der zwischen 1951 und 1968 gefällten Urteile gegen Kommunisten lag fast siebenmal so hoch wie die gegen NS-Täter – obwohl die Nazis Millionen Menschen ermordet hatten“ (Jan Korte, Die Linke im Bundestag am 11.11.2010). Das Verbot der KPD war ein wirksames Mittel, die „einzige politische Gruppierung von Relevanz mundtot zu machen, die […] aus der NS-Belastung eines Beamten oder Richters dessen mangelnde Eignung ableitete“ (Domenik Rigoll 2013). Bereits 1951 verkündete die niedersächsische Landtagsabgeordnete Maria Meyer-Sevenich (SPD) den gemeinsamen Nenner der „Nachkriegsdemokraten“ von CDU, SPD und FDP: „Die Entnazifizierung ist nichts anderes als ein Mittel zur Bolschewisierung des westdeutschen Raumes.“
Mit diesem Verbot wurden Antikommunismus und Totalitarismustheorie zur rechtlich normierten Staatsdoktrin der Bundesrepublik. Mit einem simplen Rot = Braun wurde mit dem vernichteten Braun auch Rot, das diesen Untergang maßgeblich herbeigeführt hatte, als ein verbrecherisches Unternehmen entsorgt. Die Bundesrepublik wurde ideologisch und materiell – mit einem erheblichen Bestand hochbelasteter Nazis auf allen politischen Ebenen – zum antikommunistischen Vorposten gegen die Sowjet-Union hochgerüstet. Sie konnte damit das wichtigste Requisit, den Antikommunismus, aus der braunen Vergangenheit in einen scheinbaren Neuanfang hinüber retten und die Feindschaft gegen Rot an ein und demselben Nagel mit der erzwungene Distanzierung von Braun zu hängen. Bis heute sind die Wirkungen sichtbar: Sie reichen von der Verharmlosung der Naziherrschaft und die unzureichenden Aufklärung über deren Ursachen, die Vertuschung von NSU-Verbrechen bis zur Diffamierung aller, die eine gerechtere Gesellschaftsordnung fordern.

„Pegida“ in Fürth – Nein Danke! – Proteste nur am Mittwoch

NoPegida Die rassistische „Pegida-Bewegung“ trat in den letzten Monaten mehrmals in Fürth auf. Zuletzt mussten sogar Martinsumzüge der Kindergärten abgesagt werden, um den Rassisten die Straßen zu überlassen. Am 21.12. plant Pegida erneut einen öffentlichen Auftritt in Fürth.
Aber auch am 21.12.2016 gilt: Keinen Fußbreit den Faschisten und Rassisten!

Wie die Erfahrung – durchwegs an jedem Ort – gezeigt hat, verstecken sich hinter all diesen sogenannten „Pegidas“ i.d.R. Neonazis und Rassisten, die lediglich vorgeben, die Interessen und Nöte der „kleinen“ Leute zu vertreten.
In Wahrheit nutzen sie bewusst Ängste und Nöte von Teilen der Bevölkerung aus. Den rechten Anführern geht es einzig und allein darum, Menschen gegen Flüchtlinge aufzuhetzen. Dabei ist ihnen jede Lüge recht, um Menschen gegen Menschen und Arme gegen noch Ärmere aufzuhetzen.
Neonazis versuchen deshalb unter dem Deckmantel „Pegida“ Rassismus und Völkerhass zu schüren – so auch in Fürth.
Die Neonazis und Rassisten wollen uns in „Deutsche“ und „Nichtdeutsche“ spalten. Da nicht wenige aus der gesellschaftlichen Mitte es kaum erwarten können, auf diesen Zug aufzuspringen, vor allem wenn es um Stimmen bei Wahlen geht fühlen sich solche Rassisten mehr denn je ermutigt, ihrem Hass – nicht nur in Worten – freien Lauf zu lassen. Dagegen sind wir! Dagegen wehren wir uns!

Daneben fordern wir die Stadt Fürth auf, den braunen Spuk zu verbieten oder zumindest bestmöglich zu beschränken.

Wegen einer Handvoll verblendeter Rassisten und Neonazis wurden in der Vergangenheit Straßen gesperrt und ganze Stadtteile lahmgelegt. Infolgedessen kamen Anwohner nur schwerlich zu ihren Wohnungen. Geschäfte und Lokale mussten mangels Kundschaft geschlossen werden. Auch damit muss Schluss sein!

Kommt zu den Protesten am 21.12.2016 um 15.00 Uhr vor das Fürther Rathaus!

(mehr…)