Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Gemeinsam, entschlossen, dem Rechtsruck entgegentreten!

neuer versuch

Am 09/06/18 gegen den AfD-Landesparteitag in Nürnberg

  • 8:30 Uhr Kundgebung vor der Meistersingerhalle und Aktionen gegen den Parteitag
  • 11.30 Demonstration an der Meistersingerhalle

Am 30/06/18 gegen den AfD-Bundesparteitag in Augsburg

  • Achtet auf Ankündigungen

Kommt am 09.06. mit uns auf die Straße um gegen den Landesparteitag der rassistischen Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren.
Dieses Jahr stehen in Bayern mal wieder die Landtagswahlen an. Die unterschiedlichen bürgerlichen Parteien lärmen dementsprechend vor sich hin. Vieles davon ist Wahlkampfgewäsch, allerdings sollte man deshalb nicht die Wirkung mancher Gesetze wie beispielsweise die des neuen Polizeiaufgabengesetzes (PAG) auf die leichte Schulter nehmen. Ein Gesetz, dass in seiner Willkür seit 1945 wohl ungeschlagen ist. Mit diesem Gesetz wird es möglich sein, Menschen ohne Grund einzusperren, zu überwachen oder in sonstigen Formen zu gängeln. Mit der CSU an der Spitze Bayerns ist der Kurs klar gesetzt: Weiter nach rechts außen. Jedoch darf man trotz einer erzreaktionären CSU auch in Bayern die faschistische AfD nicht unterschätzen.
AfD
Diese erreichte in den Bundestagswahlen in Bayern 12,4 Prozent und lag somit nur 0,2 Prozent unter dem Bundesergebnis.
Die AfD hat es geschafft sich bei vielen, auch bei ArbeiterInnen, als scheinbar gute Alternative zum Einheitsbrei der etablierten Parteien darzustellen. Dass sie genau das nicht ist (zumindest nicht für die lohnabhängige Klasse) zeigt sich in ihrem Grundsatzprogramm. Alice Weidel, AfD-Spitzenpolitikerin, erarbeitete das ArbeiterInnen feindliche Wirtschaftsprogramm der Partei. Sie hat für die Investment-Bank Goldman Sachs gearbeitet, die durch Finanzanlagen die Vermögen reicher „Investoren“ vermehrt. Aus so einer Feder kommen dann auch Forderungen nach der Privatisierung von Arbeitslosengeld I und einer weiteren Erhöhung der Lebensarbeitszeit.
Von ihrem eigentlichen neoliberalen Wirtschaftsprogramm lenkt die Partei gezielt ab. In einem internen Strategiepapier empfiehlt sie, die soziale Frage (steigende Mieten, sinkende Löhne, …) – also Themen, die uns tatsächlich interessieren sollten – im Wahlkampf auszulassen. Statt dessen soll auf Hetze gegen Geflüchtete und die Angst vor einer vermeintlichen Islamisierung gesetzt werden. Indem sie u.a. Rassismus, Nationalismus und Sexismus schüren, treiben sie die Spaltung der Lohnabhängigen in allen Bereichen voran. Sie wünschen sich Frauen zurück an den Herd, sie wollen hier keine Geflüchtete, sie wollen, dass man endlich wieder offen rassistisch sein kann. Sie wollen, das wir noch effizienter ausgebeutet werden und dass jedeR, der dagegen aufbegehrt, kriminalisiert wird. *In Nürnberg zeigt sich das bspw. durch die Versuche des AfD Bundestagsabgeordneten Martin Sichert, der Obdachlos nutzt um seinen Rassismus zu verbreiten. Sie sind keine Alternative für uns. JedeR der dieser Partei seine Unterstützung gibt, handelt gegen die Interessen der lohnabhängigen Klasse.
CSU
Die anderen Parteien versuchen mit einer ebenfalls schärferen Gangart die reaktionären Tendenzen der Gesellschaft für sich zu nutzen. Entweder werden lang gehegte Träume, wie Gesetzesverschärfungen, im Schutze der sowieso schon aufgeheizten Stimmung durchgesetzt oder man versucht mit ebenfalls rechten Forderungen und rassistischem Getöse ein paar Wählerstimmen zu gewinnen. Der Rechtsrutsch ist nichts, was von selbst passiert, sondern gezielt vorangetrieben wird. Wie bereits erwähnt ist die CSU hierfür leuchtendes Beispiel: Ein eigenes Integrationsgesetz, Lager zur Internierung von Geflüchteten, neues Polizeiaufgabengesetz, um nur einige Schweinereien, die auf dem Mist dieser Partei gewachsen sind zu benennen. Die CSU ist in Bayern die stärkste Kraft und in ihren Äußerungen sowie Taten teilweise nur schwer von der AfD zu unterscheiden. Es bleibt in Bayern derzeit also fraglich ob die Wahlen eher Richtung Pest oder Cholera tendieren werden.
Andere Parteien
Was jede Partei, ob nun AfD, CDU/CSU, FDP, SPD oder Grüne eint, ist, dass sie keine Alternative für uns, die lohnabhängige Klasse darstellen. Natürlich unterscheiden sich die Parteien in dem gewünschten Grad der Ausbeutung der Lohnabhängigen, der Regulierung des Marktes durch den Staat, Umweltfragen und so weiter. Aber für all diese Parteien ist es lediglich relevant, dass das deutsche Kapital mächtiger wird. Sie verschlimmern gemeinsam unsere Lebensverhältnisse und spucken auf unsere Interessen.
Selbstorganisierung
Wir, die lohnabhängige Klasse, müssen unsere Belange formulieren und gemeinsam, solidarisch und selbstorganisiert für sie kämpfen. Wir wollen keine Vertreter, die für uns bestimmen, was gut für uns ist, wir wollen selbst entscheiden wie unser alltägliches Leben aussieht. Wir wollen selbstbestimmt und frei von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung leben können. Wir werden uns nicht länger von Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Sozialchauvinismus spalten lassen. Wir kämpfen für eine bessere Welt als die, der Zerstörung von Mensch und Natur. Wir tun das in dem Bewusstsein, dass unser Kampf nicht aussichtslos ist. Selbst Bayern war nicht immer ein Hort der Reaktion. Vor 100 Jahren riefen SozialistInnen in München die bayerische Räterepublik aus. Anderswo auf der Welt, gibt es auch heute noch erfolgreiche Versuche, eine Gesellschaft jenseits von Kapitalismus und Patriarchat aufzubauen, beispielsweise die kurdische Autonomieregion Rojava.
Das Wissen, das wir in unserem Kampf gegen das kapitalistische System nicht allein sind, lässt uns nie den Mut verlieren und gerade jetzt ist es wichtig als starke und geeinte linksradikale Bewegung in Deutschland der reaktionären Mobilmachung etwas entgegen zu setzen. Wir werden den FaschistInnen, RassistInnen und NationalistInnnen keine ruhige Minute mehr lassen.
Auf die Straße gegen Faschismus – AfD Landes- und Bundesparteitag angreifen, stören , verhindern!

Aufruf als PDF

Proteste gegen das Ludwig-Erhard-Zentrum:

17.05 | 17:00 Uhr | Kohlenmarkt | U-Bahn Station Rathaus
18.05 | 08:30 Uhr | Kohlenmarkt | U-Bahn Station Rathaus


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Das war die Vorabenddemo 2018

Vorabenddemo2018
Unter dem Motto „Den Kapitalismus überwinden! Für eine Welt jenseits von Rassismus, Krieg und Krise!“ mobilisierten wir auch dieses Jahr wieder zu einer antikapitalistischen Vorabenddemonstration am 30.04. in Fürth.
Dem Aufruf folgten mehr als 250 Menschen, die laut- und ausdrucksstark ihre Wut auf das kapitalistische System auf die Straße trugen.
„Der Anstieg der Teilnehmerzahlen zeigt die Wichtigkeit und Wirksamkeit antifaschistischer und antikapitalischer Politik“, so eine Sprecherin der Antifaschistischen Linken Fürth.
Neben dem Demozug der von der Fürther Freiheit aus, durch die Fußgängerzone, Königstraße, Grünen Markt, Gustavstraße und dann König-, bzw. Nürnberger Straße bis zum Infoladen Benario ging, hängten Aktivist*innen an thematisch passenden Stellen Schilder auf, die unter anderem Pegida, Krieg und die neoliberale Stadtpolitik in Fürth thematisieren.
In mehreren Redebeiträgen von u.a. den Prolos Nürnberg, dem Bündnis gegen Rechts und der Organisierten Autonomie ging es um die kommende Landtagswahl, Pegida und die unsoziale herrschende Politik.


Veranstaltung zur Repression beim G20-Gipfel in Hamburg

Mittwoch 9. Mai | 19 Uhr | Infoladen Benario: Nürnberger Str. 82 | U-Bahn Jakobinenstr.

Hunderttausende aus allen Spektren der Linken haben gegen den G20-Gipfelin Hamburg demonstriert. Schon im Vorfeld wurden Camps und Demos verboten, Wohnungen durchsucht und es kam zu GefährderInnen-Ansprachen und Einreiseverboten.

Unzählige wurden von der Polizei verletzt. Es gab hunderte Ingewahrsam- und Festnahmen – manche sitzen immer noch im Knast. Die GenossInnen wurden eingesperrt, weil wir gemeinsam gegen die menschenverachtende Politik der G20 und den unsinnigen Gipfel protestierten. Jetzt brauchen die Eingesperrten und die Menschen, die von Repression betroffen sind, unsere Unterstützung!

Der G20-Gipfel war auch ein Gipfel der Repression. Es wird gegen tausende ermittelt. Immer wieder gibt es Hausdurchsuchungen. Bei der Infoveranstaltung wollen wir uns mit einem Vertreter aus Hamburg über den aktuellen Stand der Ermittlungsverfahren und Prozesse informieren. Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch!

Der 1. Mai bleibt rot! Alle auf die Straße gegen Pegida!


1. Mai | 10 Uhr | Hauptbahnhof Fürth | Gewerkschaftsdemo
Die Rassist*innen von Pegida Nürnberg planen am 1. Mai in Fürth aufzumarschieren. Dies ist ein Angriff auf alle Gewerkschaften, Antikapitalist*innen und die gesellschaftliche Solidarität.
Stadt und Bullen machen den Reaktionären auch noch Geschenke, indem sie die Demo, die vom Obstmarkt bis zur Hardhöhe führt, von 14 auf 11 Uhr gelegt haben, um den Gegenprotest zu minimieren, da viele Antifaschist*innen auf den diversen 1. Mai Demos in Fürth und Nürnberg sind. Damit zeigt die so angeblich tolerante Stadtregierung mal wieder ihr wahres Gesicht.

Wir fordern:
► Kein Pegida-Aufmarsch! Weder am 1. Mai noch sonstwann!
► Keine Geschenke für Rassist*innen von Stadt und Polizei

Egal wann und wo Pegida aufmarschieren werden, wir werden da sein und unseren Protest auf die Straße tragen und wir rufen euch dazu auf mit dabei zu sein!
► Denn der 1. Mai bleibt rot! ◄

Weitere Infos und Details folgen.
Presse: Nordbayern.de

12.4. – Ehrung für Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann


Donnerstag 12.04 | 17 Uhr | Gedenktafel an der Uferpromenade
Wir dokumentieren den Aufruf des Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus (zu dem auch wir gehören) zur Gedenkveranstaltung an die beiden jüdischen Kommunisten aus Fürth: Rudolf Benario und Ernst Goldmann:

Am 12.April 1933, wurden die zwei jungen 25 Jahre alten Fürther Kommunisten Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann nach grausamen Misshandlungen von den Nazis im KZ Dachau ermordet. Auch 85 Jahre später vergessen wir nicht, wogegen und wofür sich diese mutigen Menschen eingesetzt haben:
Nämlich GEGEN Faschismus und Krieg und FÜR eine gerechte Gesellschaft ohne Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung.

Der Jahrestag der Ermordung von Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann ist für uns nicht nur ein Tag des Erinnerns. Wir sehen in ihrem Kampf und dem Kampf der vielen anderen Antifaschisten einen Auftrag für heute, nicht nur vor den Faschisten und Rassisten zu warnen, sondern sie aktiv zu bekämpfen, damit sich ein 1933 nicht mehr wiederholt.

Deshalb auch unser Engagement gegen Pegida, AfD und allen sonstigen rechten Stichwortgebern aus Politik und Gesellschaft. Denn mit plumper Hetze gegen Ausländer und Migranten, mit Hetze gegen Arbeits-und Obdachlose wird einzig und allein den rechten Schlägern die Richtung gewiesen. Dagegen wehren wir uns – das sind wir allen vom Faschismus ermordeten, verfolgten und geschundenen Menschen schuldig.

Wir, das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, die Stadt Fürth und der Infoladen Benario laden Sie ein zur Gedenkveranstaltung und Ehrung von Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann am Donnerstag, den 12.4. um 17:00 Uhr. Wir treffen uns an den 3 Birken an der Uferpromenade. Es sprechen unter anderem Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Vertreter des Fürther Bündnis und des Infoladens Benario.

Besonders bedanken wir uns bei den Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles des Stadttheater Fürths, die in selbst erarbeiteter Form den geschichtlichen Hintergrund und die Aktualität dieses besonderen Ortes in Fürth nahe bringen. Schon im Laufe des Tages präsentieren sie dieses selbst erarbeitete Spiel mehreren Schulklassen an diesem Ort, an dem Benario und Goldmann die Birken an dem Bootshaus des Ruder und Kanuvereins, in dem beide Mitglied waren, gepflanzt haben.

Seit 2007 steht dort eine Gedenktafel, die Schülerinnen und Schüler erarbeitet haben. Diese Tafel und auch die 3 Birken sind seit einiger Zeit Ziel von Anschlägen seitens Neonazis.

Die Gedenktafel wurde immer wieder beschmiert, zerkratzt und gestohlen. Letztes Jahr haben die Neonazis die stattlichen Birken dann so stark beschädigt, dass diese wohl nicht mehr zu retten sind.
Diese Schandtaten haben in der Öffentlichkeit große Abscheu hervorgerufen, zumal bisher kein Täter ermittelt worden ist.Das kann so nicht mehr weiter hingenommen werden und deshalb gibt es Pläne den Gedenkort so zu gestalten, dass das Erinnern und Mahnen auch in Zukunft an diesem Ort gesichert ist. Umso mehr und vor dem Hintergrund dieser zunehmenden Anschläge seitens der Neonazis wollen wir das Gedenken am 12.April 2018 in besonderer Weise gestalten und laden Sie dazu ein, dies mit uns begehen.

Nein zum neuen Polizeiaufgabengesetz! Überwachungsstaat stoppen!



Samstag 7.04 | 11Uhr | Weißer Turm

Am Samstag findet ab 11 Uhr am Weißen Turm eine Kundgebung gegen das neue Polizeiaufgabengesetz (PAG) statt. Organisiert wird das ganze vom „SDS Nürnberg“ und von „Die Linke Nürnberg-Fürth“.
Das PAG erlaubt es der Polizei unter anderem Handgranaten einzusetzen, Demonstrationen abzufilmen, gegen Menschen zu ermitteln ohne Verdacht auf konkrete Straftaten, DNA-Entnahmen ohne richterlichen Beschluss und noch vieles mehr (--> Artikel von netzpolitik.org).
So wie es im Moment aussieht, wird der grundrechtswidrige Gesetzesentwurf wohl am 11.05.2018 verabschiedet, deswegen ist es unglaublich wichtig sich nicht auf eventuelle Verfassungsklagen zu verlassen, sondern schon jetzt die Initiative zu ergreifen und gegen das Gesetz auf die Straße zu gehen!

Aufruf zur kritischen Prozessbegleitung und Kundgebung am 4.4.2018 am Amtsgericht Nürnberg


Am Mittwoch den 04.04.2018 um 14:00 Uhr beginnt am Amtsgericht Nürnberg (Saal 28) nun der 2. Prozess gegen einen Aktivisten, der sich am 31. Mai 2017 während der versuchten Abschiebung eines Nürnberger Berufsschülers nach Afghanistan, solidarisch verhielt. Das Bündnis Widerstand Mai 31 – Solidarität ist kein Verbrechen ruft zur kritischen Prozessbegleitung auf und veranstaltet ab 13:00 Uhr eine Solidaritätskundgebung vor Ort.

Wir werden die Kriminalisierung der Menschen, die sich am 31. Mai der versuchten Abschiebung widersetzten, nicht dulden. Ziel des harten Vorgehens seitens der Staatsanwaltschaft und der Polizei ist hierbei die Bemühung, den Widerstand gegen eine menschenverachtende und rassistische Verwaltungspraxis zu delegitimieren und den darauf folgenden völlig eskalierenden Polizeieinsatz mit vielen verletzten Protestierenden, zu rechtfertigen. Zu diesem Zweck fahren sie schwere Geschütze, wie den erst vergangenes Jahr geschaffenen Gummiparagraphen 114§ StGB auf, der letztlich eine jede Berührung mit BeamtInnen mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 3 Monaten ahnden soll.

Doch wie auch immer sich das Innenministerium, Staatsanwaltschaft und Polizei abmühen mögen die Geschehnisse des 31. Mai in ihrem Interesse umzudeuten, wir werden es ihnen unmöglich machen. Eine Verhandlung im Nebenzimmer jenseits der Öffentlichkeit und ohne Bezugnahme zu dem brutalen Angriff der PolizistInnen auf die Solidarischen vor Ort, wird es für sie nicht mehr geben.

Kommt zahlreich und verbreitet es weiter!

Aufruf zur Vorabenddemo 2018: Den Kapitalismus überwinden! Für eine Welt jenseits von Rassismus, Krieg und Krise!

Banner Vorabend 2018
Keine Besserung in Sicht
Die Krise des Kapitalismus ist längst chronisch geworden. Die Verheerungen marktradikaler Krisenlösungen haben nicht nur in den Ländern Südeuropas prekäre Lebensbedingungen zum Alltag gemacht. Auch in Deutschland gehören Leih- und Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot seit Jahren zum sozialpolitischen Normalzustand. Zugleich schickt sich die EU an, außenpolitisch ihre Machtposition zu stärken. Im Kontext internationaler Bündnisse sichert sie mit Kriegen, Interventionen und Embargos die Logistik des Kapitalismus und geopolitische Machtinteressen – am Horn von Afrika, in Mali und in Syrien. In der Migrationspolitik der EU ist ebenfalls eine Militarisierung auszumachen, die sich im Einsatz von Kriegsschiffen, Drohnen und der Aufrüstung der Grenzschutzagentur FRONTEX äußert – aber auch in den Bündnissen mit libyschen Milizen, afrikanischen Autokratien und der türkischen Diktatur. Die Antwort auf Migration in die EU wird nicht zuletzt rassistisch formuliert. Die Salonfähigkeit rechten Denkens durchzieht staatliche Politik in Ungarn, Polen oder Österreich, lässt auch die sog. etablierten Parteien in Deutschland rassistische Migrations- und Abschiebegesetze verabschieden, äußert sich in unzähligen Demonstrationen rechter Bewegungen und mündet in rechtem Terror. Diese Entwicklungen finden auf lokalen Maßstabsebenen ihren Niederschlag, so auch in Fürth. Nach Jahren neonazistischer Aktivitäten und Anschläge, versucht mit PEGIDA ein vergleichsweise neuer rechter Akteur in Fürth Fuß zu fassen. Selbst wenn die rechte „Sekte“ zahlenmäßig harmlos ist – die Wahlerfolge der AfD zeigen, dass auch in Fürth nicht nur Toleranz und Weltoffenheit herrschen. Gleichzeitig forciert die Stadtregierung eine neoliberale Politik, die die Stadt im unternehmerischen Wettbewerb erfolgreicher machen soll. Der „Standort Fürth“ wird attraktiv gemacht und produziert damit zugleich Wohnungsnot und den Ausschluss vom städtischen Leben.

Doch während sich die neoliberale Politik in Europa, Deutschland und in Fürth weiter verschärft, werden ihre Folgen immer von Protest und Widerstand begleitet. Im Rahmen der G20-Proteste trugen Zehntausende ihre Wut und Kritik am kapitalistischen System auf die Straße – Woche für Woche demonstrieren Antirassist*innen gegen Rechte und Neonazis, kämpfen gegen Zwangsräumungen, für bezahlbaren Wohnraum, bessere Lohnarbeitsverhältnisse und für feministische Perspektiven. All diese Kämpfe verdeutlichen die Notwendigkeit, die Kritik und den Widerstand gegen prekäre Lebensbedingungen, Abschottung und Krieg antikapitalistisch zuzuspitzen und nationalistisches, rassistisches und sexistisches Denken offensiv zu attackieren. Seit 2009 gibt uns dies den Anlass für die antikapitalistische Vorabenddemo zum 1. Mai, mit der wir abseits unserer alltäglichen Kritik und Praxis die Perspektive einer Welt der Freien und Gleichen stärken wollen.
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Veranstaltung zu Bürgerasyl

22.03.2018 | 19 Uhr | Villa Leon

Am 28.2. fand die erste Infoveranstaltung zum Thema Bürgerasyl in der Villa Leon statt.
Die Veranstaltung wurde zahlreich besucht und war geprägt von verschiedensten Diskussionsbeiträgen und Vorschlägen, die Idee des Bürgerasyls in Nürnberg und Fürth möglich zu machen.
Die nächste Veranstaltung findet am 22.03.2018 um 19 Uhr in der Villa Leon statt.

Presseberichte
Unterschlupf für Flüchtlinge in Privatwohnungen (Nordbayern.de, 02.03.2018)
Initiative bietet afghanischen Flüchtlingen Bürgerasyl (Bayerischer Rundfunk, 02.03.2018)
Bürgerasyl: Schutz für von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan (Freie-Radios.net, 01.03.2018)

Ludwig Erhard 1933-1945

9. März | 19:30 Uhr | Kulturort Badstraße 8 | Eintritt frei



Bevor demnächst das Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth eröffnet wird, gegen dessen Eröffnung auch wir protestieren werden, findet nächste Woche im Kulturort Badstraße 8 eine interessante Veranstaltung zu der Rolle Ludwig Erhards während des Nationalsozialismus statt.

Prof. Dr. Gerlach beleuchtete erstmals in den 1990er Jahren Erhards politische wie berufliche Rolle während des Nationalsozialismus. Dazu analysierte er die von Erhard verfassten Texte als volkwirtschaftlicher Berater, die er im Auftrag der Deutschen Reichsregierung erstellte. Sein Arbeitsschwerpunkt: die Annexion im osteuropäischem Raum, u.a. in enger Zusammenarbeit mit dem SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf, verantwortlich für die Ermordung von ca. 90.000 Menschen in den Ostgebieten. Erhard wurde als Berater in nahezu allen annektierten Gebieten tätig und erstellte Gutachten zum Aufbau der Wirtschaft. Dabei waren seine Vorschläge zur deutschen Expansionspolitik vergleichsweise pragmatisch. Im Gegensatz zur NS-Doktrin der sofortigen Vertreibung bzw. Ermordung der Bevölkerung schlug Erhard vor, die „rassistisch unterlegene“ Bevölkerung als „zunächst fortbestehende Notwendigkeit [zu sehen, um] sich der polnischen Elemente als Arbeitskräfte zu bedienen“. Prof. Gerlach präsentiert an diesem Abend seinen Forschungsstand, und steht anschließend zur Diskussion zur Verfügung.

Prof. Dr. Gerlach ist Buchautor und Historiker an der Universität Bern, u.a. mit dem Schwerpunkt NS-Wirtschaft- und Gewaltpolitik.

Veranstalter: Stadtratsfraktion B90/ Die Grünen (V.I.S.D.P), Die Linke Fürth, Fürther Bündnis gegen Rechts, Antifaschistische Linke Fürth (ALF), Fürther Sozialforum

Aktuelle Infos zu den Protesten gegen die Eröffnung des Ludwig-Erhard-Zentrum findet ihr hier oder auf unserer Facebookseite

Frauen* die kämpfen sind Frauen* die Leben – Aufruf zum 8. März 2018


08.03.18 | 16 Uhr | ZOB | Actionwalk
10.03.18 | 14 Uhr | Weißer Turm | Demo
10.03.18 | 20 Uhr | Desi | Frauen*Party

Der 8. März, der internationale Frauen*kampftag, steht weltweit als symbolischer Tag für die Gleichstellung von Frauen* und für den Kampf gegen patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und ungleiche Behandlung.
Im Jahr 1910 rief die Kommunistin und Frauen*rechtlerin Clara Zetkin dazu auf, jährlich einen internationalen Frauen*kampftag durchzuführen. Weltweit gehen Millionen Menschen jedes Jahr auf die Straße im Kampf gegen Patriarchat, Kapitalismus und Imperialismus.
Wir fordern, endgültig Schluss zu machen mit struktureller Unterdrückung und sexualisierter Gewalt. Schluss zu machen mit ökonomischer Ausbeutung und patriarchalen Rollenbildern. Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen frei über ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Körper entscheiden können. (mehr…)

Kundgebung: NOT SAFE! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Montag, 19.02. | 17 Uhr | Karl-Bröger-Zentrum | Karl-Bröger-Straße 9 Nürnberg

Am kommenden Dienstag, den 20. Februar soll die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan stattfinden. Das ist der 10. Abschiebecharter der Bundesregierung nach Afghanistan seit Dezember 2016. Seither wurden 174 Menschen in das von Krieg und Anschlägen geprägte Land gezwungen. Bayern schob dabei mit Abstand am meisten Menschen nach Afghanistan ab.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich hier viele Menschen an den Protesten gegen die Abschiebungen beteiligen und sich solidarisch mit den Betroffenen verhalten. Dank guter Netzwerke und breiten, solidarischen Handelns konnten viele Menschen, die von Abschiebung bedroht waren, gewarnt werden und ihrer eigenen Abschiebung entgegenwirken. Machen wir weiter, bis gar niemand mehr abgeschoben wird!

Kommt am Montag um 17 Uhr zum Karl-Bröger-Haus und demonstriert mit uns gegen die tödliche Abschiebepolitik der Bundesregierung!

Afghanistan ist kein sicheres Land – Wer abschiebt setzt Menschenleben aufs Spiel!

Offene Antira AG der Interventionischen Linken
Nürnberg & Antifaschistische Linke Fürth