Fahrraddemo gegen Veranstaltung der rassistischen AfD

Am Montag den 10. Juli haben rund 100 Menschen gegen eine Veranstaltung der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in der Eventhalle Burgfarrnbach demonstriert.

Rund 70 von ihnem nahmen davor an einer Fahrraddemonstration Teil, die an der Uferpromenade, genauer gesagt an den drei Birken begann. Dort wurde unlängst die Gedenktafel, die an die beiden 1933 in Dachau ermordeten Kommunisten Ernst Goldmann und Rudolf Benario erinnerte, gestohlen. Außerdem wurde eine der drei Birken, die von Benario und Goldmann gepflanzt wurden schwer beschädigt.
Übergangsweise brachten Aktivist*innen des Bündnis gegen Rechts eine selbst gedruckte Gedenktafel an. In Redebeiträgen wurde gefordert, dass antifaschistische Widerstandskultur einen stärkeren Platz im Stadtbild finden soll. Außerdem wurde erklärt, dass Antifaschist*innen nun selber Konzepte für eine Gedenkstätte and die beiden Ermordeten erarbeiten wollen, die nicht so einfach geklaut oder verschandelt werden kann.
Trotz eher schlechten Wetters, setzte sich kurz darauf der Zug mit gut 70 Leuten in Bewegung. Während der Demo zeigten Passant*innen und Anwohner*innen Solidarität, nachdem sie durch Lautsprecherdurchsagen über den Zweck der Demonstration informiert wurden.
In Burgfarrnbach selber, war eine Kundgebung in unmittelbarer Sichtweite zu der Eventhalle angemeldet, bei der sich nochmal einige Leute einfanden, die davor nicht bei der Fahrraddemo dabei waren.
Durch die Nähe konnten einige AfD-Sympathisanten vom direkten Betreten der Halle abgehalten werden und sie mussten einen weiten Umweg nehmen.
Neben bekannten AfD-Kadern nahm auch der Anmelder des lokalen Pegida Ablegers an der Veranstaltung mit Beatrix von Storch, die schon öfters durch widerwärtige rassistische und sexistische Äußerungen aufgefallen ist, teil. Dies verdeutlicht den Schulterschluss zwischen AfD und Pegida, der hier in der Region stattfindet. Auch auf Pegida-Aufmärschen sind regelmäßig AfD-Funktionäre und übernehmen dort auch teilweise Ordnerfunktionen.
Sonst kam es während der Kundgebung zu keinen weiteren nennenswerten Vorkommtnissen.

Insgesamt werten wir die Proteste gegen die Veranstaltung des AfD Kreisverbands Fürth/Neustadt a.d. Aisch als Erfolg, da nicht nur bereits aktive Antifaschist*innen sondern auch viele Anwohner*innen mobilisert wurden. Außerdem fand in den Tagen zuvor der Protest gegen den G20-Gipfel statt, an dem auch einige Aktivist*innen aus der Region teilnahmen.