Fight Back – Antifa-Soli-Festival Vol. 8

Im Infoladen Benario (Nürnberger Str. 82, Fürth) könnt Ihr mittwochs ab 19 Uhr und freitags ab 20 Uhr Karten bekommen!
Am 02.Juli 2016 heißt es endlich wieder Fight Back Festival in der Desi Nürnberg! Auch dieses Jahr werden wieder KünstlerInnen aus insgesamt fünf unterschiedlichen Ländern, mit einem Mix aus Punk/Hardcore, Hip Hop/Rap bis hin zu Ska und Post- Rock in der Desi open-air-Arena und im Saal für gute Stimmung sorgen. Karten im Vorverkauf gibt es online bei desi-nbg.tickets.de und an ausgewählten Vorverkaufsstellen in der Region. Mehr dazu findet ihr auf unsere Homepage www.fightback-festival.de

Dieses Jahr mit skassapunka aus Italien/Mailand. Die Jungs werden die Desirena mit Pauken und Trompeten zum zittern und euch zum aus flippen bringen. Gipsy Mafia eine Roma-HipHop-Gruppe aus dem serbischen Zrenjanin. Sie begeistern das Publikum mit ihrem Sound und ihren direkten Texten, in denen sie die korrupte Politik und die rassistische Gesellschaft in Serbien und darüber hinaus kritisieren. In ihren Raptexten verarbeiten sie ihre Erfahrungen als Geflüchtete in Deutschland und als Teil einer unterdrückten Minderheit in Europa. Bambix, die Kult-Punkrocklegende aus den Niederlanden die nach eigenen Angaben in ihrer 15 jährigen Bandgeschichte bereits über 20.875 Sorten Bier probiert haben, werden mit von der Partie sein. Eine klare Ansage für den Feminismus macht carmel zoum mit reggae dancehall. Anarchie und Antikapitalismus werden bei ihr tanzbar gemacht. Neben 9/11Youth unseren locals, werden euch NOFNOG aus der Schweiz und Abfukk, die versprochen haben diesmal auf jeden Fall zu kommen mit feinstem Punk und Hardcore überziehen. Straight from the Universe, dürfen wir die Defenders of the Universe begrüßen. Zu dem freuen wir uns NO FUN, female fronted punk aus Berlin und Nürnberg begrüßen zu dürfen. Den Höhepunkt des Abends werden dieses Jahr Fahnenflucht abstecken, die Band aus Rheinberg überzeugt seit 20 Jahren mit gesellschaftskritischem Punkrock gegen die herrschenden Verhältnisse. Das neue Album “Angst und Empathie” wird ab dem 13.Mai erhältlich sein und wird schon jetzt mit Lob überschüttet. Ox Fanzine über das Album: “Dreizehn mal Messerscharfer Deutschpunk. Bissig, Aggressiv, Pointiert. … Die Zeitgemäße Version von „Schweineherbst“ (Slime 1993) … Rundum Überzeugend.”

Neben dem Außentresen des Desi-Kneipenkollektivs, welches euch mit Getränken versorgt, wird es zahlreiche Essensstände von linken Projekten geben, die neben veganem und vegetarischem Essen auch fleischhaltige Speisen anbieten. Platten– und Bekleidungsstände bieten einiges zum durchstöbern und auch die Festival-shirts freuen sich über neue BesitzerInnen.

Wie auch in der Vergangenheit wird das Fight Back ehrenamtlich organisiert und jeglicher Gewinn fließt in politische Arbeit von regionalen und überregionalen Gruppen und Aktionen. Dieses Jahr wollen wir vorrangig zwei Projekte supporten die wichtiger zur Zeit nicht sein könnten. Zum einen wird es im Sommer ein Camp gegen Abschiebungen und Lager in Bamberg geben. Die Ankunfts- und Rückführungs-einrichtung (ARE) in Bamberg gehört neben Manching zu den Vorzeige Abschiebelagern in Bayern. Menschen aus sog. “sicheren Herkunftsländern” werden zur freiwilligen Ausreise genötigt bzw. in Abschiebe-Flieger gebracht. Betroffen sind im Moment viele Roma aus dem Balkan. Das Camp wird vom 4. bis zum 7. August in der Nähe von der ARE stattfinden und gegen massenhafte Abschiebungen demonstrieren. Also informiert euch über die Aktionen. Schluss mit den Abschiebungen! Bleiberecht für alle! Grenzen weg!

Zum anderen möchten wir die freie Frauenföderation Kurdistans unterstützen, die vehement für eine Verbesserung der Lebensumstände für alle Menschen in der Region Kurdistan bzw. dem vom Krieg zerstörten Kobane einstehen. Durch den Aufbau von Schulen, Krankenhäusern und Ausbildungszentren und politische Arbeit von und mit den Menschen soll ein demokratisches Zusammenleben entwickelt werden. Über ethnische und geografische Grenzen hinweg, gegen massive Angriffe, sowohl durch die türkische Regierung als auch den Islamischen Staat leistet die Kurdische Bewegung unermüdlich Widerstand. Im Kampf für ein Leben in Würde – für alle Menschen – steht ihr nicht allein. Schluss mit der Stigmatisierung der kurdischen Bewegung durch BRD und EU. Weg mit den politischen Verboten von PKK und anderen. Her mit internationaler Solidarität. In Zeiten von Pegida, AFD, dem Rechtsruck in Europa und auf der anderen Seite Millionen flüchtender Menschen, heißt es aktiv zu werden. Schluss mit der Resignation.

Politische Statements sind für uns immer wichtiger Teil des Festivals! Sie sollen immer wieder zu Diskussionen anregen und zum Nachdenken animieren. Wir wollen zusammen einen geilen Tag mit euch allen, mit Leuten aus den verschiedensten Dunstkreisen, subkulturellen Ecken und politischen Richtungen verbringen. Fight Back heißt für uns auch, dass wir einen respektvollen Umgang mit den Menschen um uns herum haben. Auf dem Festivalgelände, aber auch darüber hinaus. Wir haben keinen Bock auf Diskriminierung jeglicher Art und werden sie auf unserem Festival auch nicht tolerieren.