Bildergalerie: Fürther feiern Solidaritätsfest mit Flüchtlingen

Rund 700 Menschen kamen am Samstag zum Solidaritätsfest für Flüchtlinge, welches vom „Koordinierungskreis Solidarität Fürth“ organisiert wurde. Auf dem Gehweg vor dem ehemaligen „Höffner“-Areal in der Seeackerstraße befindet sich seit rund zwei Wochen eine Notfallunterkunft für Geflüchtete, die gerade von dreihundert Personen bewohnt wird. Ziel der Fest-Organisatoren war es, den Geflüchteten und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass eine „Willkommenskultur abseits politischer Versprechungen möglich und notwendig“ ist. Die Besucher konnten sich demnach am Tischfußball oder im Streetfootball versuchen. Für Kinder wurde ein Malbereich aufgebaut und Spielzeuge bereitgestellt. Für die Verpflegung sorgten die Freiwilligen selbst, indem sie belegte Brötchen, Suppe und etliche Kuchen mitbrachten. Freilich durfte auch eine musikalische Unterhaltung nicht fehlen, die von Mitgliedern der Band „King Lui van Beethoven“ übernommen wurde.
In Redebeiträgen vom Bündnis gegen Rechts, der Antifaschistischen Linken Fürth und der Linkspartei wurde die Asyl- und Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Ein Redner forderte die Abschaffung von unmenschlichen Massenunterkünften und verwies auf die faktische Abschaffung des Asylrechts von 1993. Dies besagt, dass sich niemand auf das individuelle Grundrecht auf Asyl berufen kann, wenn man über eine Landesgrenze in die Bundesrepublik Deutschland einreist.
Auch Geflüchtete selbst übernahmen das Wort und bedankten sich bei den Besuchern für die direkte Solidarität.
Für die Organisatoren war das Fest ein „voller Erfolg“, wie eine Sprecherin gegenüber der Fürther Freiheit betonte. Zudem wolle man in den kommenden Wochen den „politischen Druck auf die politischen Entscheidungsträger erhöhen“.

Quelle des Textes und Bilder bei der Fürther Freiheit: KLICK
Bilder bei Facebook: KLICK