Neonazistische Mordserie zwischen 2000 und 2006

sWie verschiedenste Medien berichteten, wurde die Waffe, die für die Ermordung von neun Menschen mit Migrationshintergrund benutzt wurde, bei den Neonazis gefunden, die auch für die Erschiessung einer Polizistin in Heilbronn verantwortlich waren. Die Mordserie ereignete sich zwischen 2000 und 2006 und wurde bundesweit unter dem Namen „Döner-Morde“ bekannt.
Die Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die vor einer Woche tot in Eisenach aufgefunden wurden und ihre mittlerweile inhaftierte Komplizin Beate Zschäpe, sollen zu einer Verbrechergruppe gehören, die für die sogenannten „Döner-Morde“ verantwortlich ist. Drei der Morde ereigneten sich in Nürnberg, zwei weitere in München, jeweils einen weiteren Menschen erschossen die Nazis in Rostock, Dortmund, Kassel und Hamburg.

„Neonazistische Mordserie“, Artikel der JW, 12.11. | „Gute Zusammenarbeit“, Artikel der JW, 11.11. | „Hintergrundinfos zum THS“, ART Nord-Thüringen | „Neonazistische Mordserie aufgeklärt“, Artikel bei Indymedia, 11.11.


Allein 50 Beamte aus Nürnberg ermittelten in der sogenannten „SoKo Bosporus“ und überprüften rund 11.000 Personen bis die SoKo sich 2008 ohne nennenswerte Erfolge auflöste. Schon bald stellte sich heraus, das keines der Opfer eine „potentielle motivgebende Verbindung zur Glücksspielsszene“ hatte, wie in der Boulevardpresse spekuliert wurde. Diskutiert wurde auch ein rassistisches Motiv, genauer verfolgt wurde dies aber anscheinendend nicht, da die jetzt durch Zufall ermittelte TäterInnengruppe nicht nur gut bekannt, sondern ihre legale politische Organistaion, der „Thüringer Heimatschutz“ (THS) auch durch den Verfassungschutz unterwandert wurde.
Es stellt sich nun die Frage, inwieweit bayrische Neonazis involviert waren und wie die Rolle eines V-Mannes des Verfassungschutzes zu bewerten ist, der als Kopf der faschistischen Kameradschaft THS, in der die drei TäterInnen aktiv waren agierte.