PEGIDA stoppen!

Freitag, 23. Februar 2018 | 18.30 Uhr | Obstmarkt, Fürth Rathaus

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als ‚besorgte Bürger‘ aus der ‚Mitte der Gesellschaft‘. Doch auch wenn das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen mit ihren Auftritten in erster Linie Nerven strapaziert, geht dennoch eine Gefahr von ihnen aus. PEGIDA, AfD und Konsorten vermögen es mit rassistischer Wir-gegen-Sie Rhetorik und der nationalistischen Inszenierung einer deutschen Kultur, die es angeblich zu verteidigen gilt, mediale und politische Wirkung zu erzielen. Rassismus und Nationalismus werden dabei als Lösung für gesellschaftliche Missstände propagiert. Dass diese die Spaltung der Gesellschaft verstärken und die erkämpften Rechte der letzten Generationen auffressen, wird außer Acht gelassen. Eine Kampfansage an Rassismus, Nationalismus und die unsoziale Politik der bürgerlichen Parteien ist bitter nötig. Nur gemeinsam können wir der Hetze entgegentreten und Freiheiten sichern und erkämpfen. Dabei gilt es Grenzen zu überwinden, statt diese zu schaffen. Wir müssen uns organisieren, diskutieren und handeln, um eine Welt jenseits des Kapitalismus zu schaffen. Ob ‚besorgtes Bürgertum‘, rechte Politiker*innen oder Rassist*innen der sogenannten Mitte der Gesellschaft – unsere Antwort heißt: Solidarität statt rechter Hetze.

Fight back! Kommt alle am 23. Februar auf die Straße und protestiert mit uns gegen PEGIDA!

Kundgebung: NOT SAFE! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Montag, 19.02. | 17 Uhr | Karl-Bröger-Zentrum | Karl-Bröger-Straße 9 Nürnberg

Am kommenden Dienstag, den 20. Februar soll die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan stattfinden. Das ist der 10. Abschiebecharter der Bundesregierung nach Afghanistan seit Dezember 2016. Seither wurden 174 Menschen in das von Krieg und Anschlägen geprägte Land gezwungen. Bayern schob dabei mit Abstand am meisten Menschen nach Afghanistan ab.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich hier viele Menschen an den Protesten gegen die Abschiebungen beteiligen und sich solidarisch mit den Betroffenen verhalten. Dank guter Netzwerke und breiten, solidarischen Handelns konnten viele Menschen, die von Abschiebung bedroht waren, gewarnt werden und ihrer eigenen Abschiebung entgegenwirken. Machen wir weiter, bis gar niemand mehr abgeschoben wird!

Kommt am Montag um 17 Uhr zum Karl-Bröger-Haus und demonstriert mit uns gegen die tödliche Abschiebepolitik der Bundesregierung!

Afghanistan ist kein sicheres Land – Wer abschiebt setzt Menschenleben aufs Spiel!

Offene Antira AG der Interventionischen Linken
Nürnberg & Antifaschistische Linke Fürth

Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Frau Mayer und Herr Özdemir geben Asyl – du auch?
Info-Veranstaltung zum Thema Bürgerasyl

Mittwoch, 28. Februar 2018 um 19 Uhr in der Villa Leon, Kleiner Saal (Phillip-Körber-Weg 1, Nürnberg)

„Wir werden von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren. Das heißt, wir werden Platz machen in unseren Wohnungen und notfalls die Menschen verstecken, die in Krieg und Verfolgung zurückgeschickt werden sollen.“
Das erklärten im letzten Frühjahr 60 Menschen in Hanau bei Frankfurt.
Seit dem Aufruf aus Hanau geistert der Begriff „Bürgerasyl“ durch Helferkreise und durch die antirassistischen Initiativen, er spukt durch die Köpfe von engagierten Sozialarbeiterinnen und Lehrern. Und er wirft einen Menge Fragen auf:
- Was ist Bürgerasyl?
- Können wir Bürgerasyl auch hier in Nürnberg und der Region einführen?
- Was muss ich wissen, wenn ich Bürgerasyl gewähren möchte?
- Wie sinnvoll ist es, Geflüchteten Schutz in der eigenen Wohnung anzubieten?
- Ist Bürgerasyl eigentlich verboten?

Bei der Veranstaltung wollen wir diese Fragen mit euch diskutieren. Außerdem wird Hagen Kopp das Konzept Bürgerasyl vorstellen und von Erfahrungen mit dem Bürgerasyl in Hanau berichten.

Initiative Bürgerasyl Nürnberg Fürth

Lesung: „Gebt ihnen einen Namen – Widerstand und politische Verfolgung in Fürth 1933 – 1945“

Mit zahlreichen Biografien beschreibt der Autor Siegfried Imholz in seinem neu erschienenen Buch den Widerstand und die politische Verfolgung der Arbeiterbewegung in Fürth während des Nationalsozialismus. Die meisten der Frauen und Männer, die sich der Nazi-Babarei seit 1933 widersetzt haben, sind bis heute unbekannt. Ihre Taten wurden verschwiegen und vergessen, weil sie die Entlastungslegenden der Mehrheit, man habe nichts gewusst und nichts tun können, widerlegen.

Lesung mit Siegfried Imholz
02.02.2018 | 19:00 Uhr
Infoladen Benario | Nürnberger Str. 82, Fürth

Oury Jalloh – Das war Mord!

Am 7. Januar 2005 verbrannte der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh in einer Zelle der Polizeidienststelle Dessau. Während vor allem Polizei und Staatsanwaltschaft sich sehr darum bemühten das ganze als Selbstmord darzustellen, gab es schnell in Teilen der Gesellschaft Zweifel an dieser Version.
Obwohl das Bündnis Initiative in Gedenken an Oury Jalloh immer wieder Gutachten vorlegte, die die Selbstmordthese widerlegten, weigerte sich die Justiz diese in das Verfahren mit einzubeziehen. Neue Erkenntnisse zeigen nun, dass Polizisten wohl jahrelang versuchten einen Mord zu vertuschen.

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Familien Zusammenführen! Kundgebung in Nürnberg

Flüchtlinge müssen mit ihren Familien zusammen leben dürfen! Die Aussetzung des Familiennachzugs muss aufgehoben werden!

Kundgebung am Samstag, den 16.12.2017 um 15.00 Uhr am Weißen Turm in Nürnberg

Wir protestieren dagegen, dass die deutsche Regierung die Familienzusammenführung für Geflüchtete schwer und manchmal unmöglich macht. Viele Geflüchtete in Deutschland leiden darunter, dass sie von ihren Familienangehörigen getrennt leben. Oft leben Eltern, Geschwister, der Partner oder die Partnerin, die Kinder, Freunde und Freundinnen oder andere enge Bezugspersonen noch im Herkunft sland. Sie haben keine Möglichkeit nachzukommen oder sind auf der Flucht.
Die Geflüchteten, die schon hier in Deutschland leben machen sich Sorgen, wie es ihren Angehörigen geht, besonders wenn diese sich in Kriegsgebieten oder auf der Flucht befi nden oder ihnen lebensnotwendige Versorgung fehlt. Minderjährige sind ohne ihre Eltern hier. Mütter und Väter ohne ihre Kinder, Männer und Frauen ohne ihre Partner oder Partnerinnen.

Die deutsche Regierung verhindert das Zusammenkommen geflüchteter Familien systematisch mit rassistischen Gesetzen, obwohl das Recht auf Familie ein Menschenrecht ist, das im Grundgesetz verankert ist. Angehörige nachzuholen ist an viele Bedingungen geknüpft , wie zum Beispiel einen dauerhaft en Aufenthalt und Wohnraum. Für viele Geflüchtete, die ab dem Jahr 2016 angekommen sind, wurde außerdem die Möglichkeit ihre Familienangehörigen nachzuholen bis März 2018 ausgesetzt.
Wir Protestieren dagegen! Wir werden nicht akzeptieren, dass die deutsche Regierung Menschen daran hindert, mit ihren Angehörigen zusammen zu leben, anstatt Ehe und Familie zu schützen, wie es im Grundgesetz steht. Wir fordern eine unbürokratische und schnelle Möglichkeit Angehörige nachzuholen.

Samstag, 16.12.2017 | 15.00 Uhr | Weißer Turm
Kundgebung zum Familiennachzug

Kommt, wenn ihr mit uns protestieren wollt!
Fluchtursachen bekämpfen!
Refugees welcome!
Kein Mensch ist illgeal – Bleiberecht überall!

Veranstaltung: Novemberrevolution in Fürth

24. November 2017, 19 Uhr
Infoladen Benario, Nürnberger Str. 82, 90762 Fürth (U-Bahn Station Jakobinenstraße)

„Heute morgen wurde in der Stadt ein Aufruf angeschlagen, wonach in der vergangenen Nacht die gesamte Militär- und Zivilverwaltung, sowie Post, Telephon und Telegraph, Bahnhof, Rathaus und sonstige öffentliche Ämter in die Hände des Arbeiter- und Soldatenrats übergegangen seien.“ Fürther Nachrichten, 9.11.1918

Wie in vielen anderen Städten Deutschlands übernahmen auch in Fürth die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht am 9. November 1918. Sie läuteten damit das Ende des ersten Weltkriegs ein und legten den Grundstein für die Gründung einer Räterepublik.

Was gab es für Aktionen und Organisationen damals in Fürth?
Wie schaffte es die Arbeiterbewegung an Stärke zu gewinnen?
Und was wurde nach dem November 1918 daraus?

Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist eine Geschichte von Kämpfen.
Die Verbesserung der Lebensverhältnisse und die Rechte für die tausende damals auf die Straßen gingen, sind heute wieder Angriffen ausgesetzt, gegen die wir uns wehren müssen. 99 Jahre nach der Novemberrevolution wollen wir uns einen Abend lang mit diesem Abschnitt der Geschichte der Arbeiterbewegung, unserer Geschichte beschäftigen.

Ein Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) in Kooperation mit der DKP Ortsgruppe Fürth

Kundgebung: Not Safe! – Keine Abschiebung nach Afghanistan!

Montag, 22.01. | 18 Uhr | Dreihherenbrunnen Fürth (Fußgängerzone)

Am Dienstag, den 23. Januar wird es eine weitere Sammelabschiebung nach Afghanistan geben. Das ist die neunte Sammelabschiebung der Bundesregierung nach Afghanistan seit Dezember 2016. Aus diesen Grund rufen die Antifaschistische Linke Fürth und die Interventionistische Linke Nürnberg zu einer Kundgebung am Montag, den 22. Januar um 18.00 Uhr auf. Diese findet am in der Fußgängerzone in Fürth, am Dreiherrenbrunnen statt.
Seit im Dezember 2016 erstmals Sammelabschiebungen nach Afghanistan durchgeführt wurden, zeigt sich Bayern als bisher abschiebefreudigstes Bundesland. Die Bundesregierung plant nun für kommenden Dienstag eine erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan. Gerade auch angesichts der zahlreichen Anschläge in Afghanistan, bei denen hunderte Menschen getötet wurden, ein zutiefst menschenverachtendes Vorhaben.

„Afghanistan ist kein sicheres Land – Wer abschiebt setzt Menschenleben aufs Spiel! Wir fordern daher keine Abschiebungen nach Afghanistan – auch nicht in Bayern“, so eine Sprecherin der Interventionistischen Linken Nürnberg.

„Afghanistan ist nicht sicher: Selbst das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen dorthin. Der UNHCR verweist darauf, dass sich die bewaffneten Konflikte im Land immer weiter zuspitzen. Jetzt erneut eine Sammelabschiebung durchführen zu wollen, ist nicht nur zynisch sondern zutiefst menschenverachtend. Wir sagen daher deutlich: Keine Abschiebungen nirgendwo hin! Ein dauerhaftes Bleiberecht für alle!“ so ein Sprecher der Antifaschistischen Linken Fürth.

Kommt also am Montag vorbei und demonstriert mit uns gegen die tödliche Abschiebepolitik der Bundesregierung!
Infos vom Bayerischen Flüchtlingsrat: Hier

Betroffen sind Wenige, doch gemeint sind wir alle!

In letzter Zeit kommt es in Fürth, Nürnberg, ganz Deutschland zu immer mehr Repression gegen linke Aktivist*innen. Sei es während Aufmärschen des örtlichen Pegida Ablegers, bei dem ein Antifaschist erst mit Pfefferspray angegriffen und festgenommen wurde und im Anschluss horrende Summen zahlen muss. Sei es in Nürnberg, wo ein Genosse seit Monaten in Untersuchungshaft ist, weil er sich solidarisch mit einem Schüler zeigte, der abgeschoben werden sollte. Oder sei es während des G20 Gipfels in Hamburg, wo im vornherein ganze Demonstrationenen kriminalisiert werden.

Deswegen ist umso wichtiger, sich gemeinsam gegen diese Schikanen zu wehren. Deshalb gibt es in nächster Zeit in der Region einige Termine, in Solidarität mit allen von Repression Betroffenen:

20.10 | 19 Uhr | Filmabend mit Soli-Cocktails im Infoladen Benario. Es wird gezeigt: „Der Staat gegen Fritz Bauer“

27.10 | 17 Uhr | Veit-Stoß-Park | Demonstration des Bündnisses Widerstand Mai31 mit anschließendem Soli-Konzert im K4

Auch wir möchten uns mit dem in U-Haft sitzenden Genossen solidarisieren und ihm Grüße und Kraft schicken!

Nazi-Sprüherei gegen Nazi-Gegner*innen in Nürnberg und Fürth

In der vergangenen Woche hatten Neonazis in Nürnberg einen großflächigen Farbanschlag auf das Haus einer antifaschistisch engagierten Familie verübt. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es dann zu Sprühereien gegen eine Wohngemeinschaft in der Fürther Oststadt. Bereits in der Vergangenheit wurden die Bewohner der WG von Neonazis bedroht und deren Autos zerstört.
Bei der Sprüherei in der Fürther Oststadt wurden das Schloss des Wohnhauses, das Klingelschild der Wohngemeinschaft und die Gegensprechanlage mit roter Farbe besprüht. Außerdem richtet sich ein Schriftzug am Stromkasten neben dem Wohnhaus direkt gegen einen der Bewohner der WG, welcher als Journalist tätig ist und in den vergangenen Monaten intensiv zu NSU-Kontakten nach Franken recherchiert hat. Der Schriftzug wurde mit dem Kürzel „HKNKRZ“ unterschrieben, welches in der Neonazi-Szene für Hakenkreuz steht.
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Aktionen gegen die AfD in Fürth: Solidarität statt rechter Hetze. Fight Back. AfD stoppen!

Auf die Straße gegen Rassismus, Nationalismus, Autoritarismus und Wirtschaftsliberalismus!
Die AfD im Wahlkampf stören!
Achtet auf Ankündigungen auf www.alf.blogsport.de und Facebook!
Kommt in den Infoladen Benario. Nürnberger Str. 82. Fürth.

Am 09. September: Auf die Straße gegen die AfD in Nürnberg.
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz

Der lokale Ableger der PEGIDA-Bewegung taucht seit Monaten immer wieder in Fürth auf und inszeniert sich als kleine Gruppe von Kämpfer*innen gegen den Rest der Welt. Das kleine Trüppchen von Rassist*innen und Faschist*innen rund um den in Dambach lebenden Gernot Tegetmeyer erscheint dabei meist als lächerlich. Doch auch wenn ihre Auftritte für den Großteil der Fürther Bevölkerung – vor allem aufgrund der großräumigen Absperrungen der Polizei – in erster Linie nervig sind, eine Gefahr geht dennoch von ihnen aus.

Das Phänomen PEGIDA inszenierte sich erstmals als rassistische Reaktion auf Geflüchtete. Bundesweit ging die Gründung lokaler Ableger mit einem massiven Anstieg von Anschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte einher. Auch wenn die PEGIDA-Demonstrant*innen als „besorgte Bürger“ aus der Mitte der Gesellschaft dargestellt wurden und werden – diese angebliche Mitte bereitet den Boden für faschistische Ideologien, ein Teil von ihnen schreitet selbst zur Tat, ein Teil applaudiert.

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt den als parteiförmigen Auswuchs dieser rassistischen Hetze dar. Einerseits vermag es die AfD mit kalkulierten Provokationen, die etablierten Parteien weiter nach rechts zu drängen. Andererseits bedienen sich diese der neuen Partei von Rechts, um eigene rassistische und völkisch-nationalistische Inhalte zu platzieren. Die Politik von CSU (sog. Integrationsgesetz) und großer Koalition (Asylrechtsverschärfungen) sprechen Bände.
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09. September 2017: Demonstration „Unsere Wahl: Soziale Revolution“

Gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck – Keine Wahlkampfveranstaltung der AfD!
10.30 Uhr | Nelson Mandela Platz, Nürnberg


Antifaschistische Wahlzeitung des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg (AAB)

Weitere Infos auf redside.tk

Der Aufruf zur Demonstration:

Unsere Wahl: Soziale Revolution! – gemeinsam und entschlossen gegen den Rechtsruck!
Am 9. September auf die Straße gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung in der Nürnberger Meistersingerhalle!
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Fahrraddemo gegen Veranstaltung der rassistischen AfD

Am Montag den 10. Juli haben rund 100 Menschen gegen eine Veranstaltung der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in der Eventhalle Burgfarrnbach demonstriert.

Rund 70 von ihnem nahmen davor an einer Fahrraddemonstration Teil, die an der Uferpromenade, genauer gesagt an den drei Birken begann. Dort wurde unlängst die Gedenktafel, die an die beiden 1933 in Dachau ermordeten Kommunisten Ernst Goldmann und Rudolf Benario erinnerte, gestohlen. Außerdem wurde eine der drei Birken, die von Benario und Goldmann gepflanzt wurden schwer beschädigt.
Übergangsweise brachten Aktivist*innen des Bündnis gegen Rechts eine selbst gedruckte Gedenktafel an. In Redebeiträgen wurde gefordert, dass antifaschistische Widerstandskultur einen stärkeren Platz im Stadtbild finden soll. Außerdem wurde erklärt, dass Antifaschist*innen nun selber Konzepte für eine Gedenkstätte and die beiden Ermordeten erarbeiten wollen, die nicht so einfach geklaut oder verschandelt werden kann.
Trotz eher schlechten Wetters, setzte sich kurz darauf der Zug mit gut 70 Leuten in Bewegung. Während der Demo zeigten Passant*innen und Anwohner*innen Solidarität, nachdem sie durch Lautsprecherdurchsagen über den Zweck der Demonstration informiert wurden.
In Burgfarrnbach selber, war eine Kundgebung in unmittelbarer Sichtweite zu der Eventhalle angemeldet, bei der sich nochmal einige Leute einfanden, die davor nicht bei der Fahrraddemo dabei waren.
Durch die Nähe konnten einige AfD-Sympathisanten vom direkten Betreten der Halle abgehalten werden und sie mussten einen weiten Umweg nehmen.
Neben bekannten AfD-Kadern nahm auch der Anmelder des lokalen Pegida Ablegers an der Veranstaltung mit Beatrix von Storch, die schon öfters durch widerwärtige rassistische und sexistische Äußerungen aufgefallen ist, teil. Dies verdeutlicht den Schulterschluss zwischen AfD und Pegida, der hier in der Region stattfindet. Auch auf Pegida-Aufmärschen sind regelmäßig AfD-Funktionäre und übernehmen dort auch teilweise Ordnerfunktionen.
Sonst kam es während der Kundgebung zu keinen weiteren nennenswerten Vorkommtnissen.

Insgesamt werten wir die Proteste gegen die Veranstaltung des AfD Kreisverbands Fürth/Neustadt a.d. Aisch als Erfolg, da nicht nur bereits aktive Antifaschist*innen sondern auch viele Anwohner*innen mobilisert wurden. Außerdem fand in den Tagen zuvor der Protest gegen den G20-Gipfel statt, an dem auch einige Aktivist*innen aus der Region teilnahmen.